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Srila Gurudevas Vraja Vijay Mahotsava
Srila Bhaktivinod Thakur empfiehlt, alles anzunehmen, was die Hingabe zum Höchsten Herrn fördert. Eine konkrete Anweisung lautet:
mādhava-tithi, bhakti-jananī, yatane pālana kari
krishna-vasati, vasati bali ’, parama ādare vari (2)
Die Tage des Erscheinens des Herrn sind die Mutter der Hingabe und jeder Vaishnava sollte diese besonderen Tage mit großer Sorgfalt einhalten. Krishnas Anwesenheit ist an diesen Tagen besonders intensiv, und deshalb ist es von großem spirituellen Nutzen, diese Tage zu feiern.
Und weiters wird im Srimad Bhagavatam gesagt:
ācāryam mām vijānīyān nāvamanyeta karhicit
Der Herr spricht: „Oh Uddhava, der ācārya ist so gut wie Ich Selbst und er sollte niemals verachtet werden.“ Deswegen feiern die Gaudiya Vaishnavas auch die Tage des Erscheinens und Verscheidens des spirituellen Meisters, und von Nitya-lila-pravista Om Vishnupad 108 Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Prabhupada. Von allen Arten von spiritueller Praxis ist die Verehrung des Gurus die wichtigste und oberste Pflicht des Schülers.
nāham ijyā-prajātibhyām tapasopaśamena vā
tuñyeyam sarva-bhūtātmā guru-śuśrūñayā yathā
Der Höchste Herr Selbst verkündet, daß Er durch rituelle Verehrung der Bildgestalt, brahminische Einweihung, Entsagung oder Selbstbeherrschung nicht so zufrieden gestellt wird wie durch den aufrichtigen Dienst zum spirituellen Meister.
Um dem spirituellen Meister Nitya-lila-pravista Om Vishnupad 108 Srila Bhakti Vaibhava Puri Gosvami ihre Dankbarkeit zu erweisen, haben sich am 21. Februar 2010 Vaishnavas aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Slowenien in der Sri Sri Radha Govinda Gaudiya Math versammelt, um seine Rückkehr in das ewige Spiel Sri Sri Radha Govindas zu feiern.
Am Samstag wurde ein nagara-sankīrtana in der Mariahilferstraße abgehalten. Srila Gurumaharaj hatte immer sehr große Wertschätzung für das laute Chanten der Heiligen Namen zum Nutzen aller Lebewesen. Sehr oft hat er erklärt, daß durch harināma-sankīrtana alle Lebewesen – die Menschen, Tiere, Bäume und sogar die Steine – spirituellen Nutzen erlangen.
Am Sonntag zur Mittagszeit wurden ein großes Festmahl und danach – im Beisein aller anwesenden Bhaktas – ārati zu Sri Sri Radha Govinda dargebracht. Das prasādam wurde zu Srila Gurumaharaj geopfert. Im Anschluß daran hat Sripad BS Muni Maharaja Gurumaharajas Lotusfüße mit pancāmrita gebadet und ihn mit glückverheißenden Gegenständen wie Räucherstäbchen, Lampe, Kampfer, Blumen, caranāmrita, mahā-prasādam, cāmara usw. verehrt. Jeder Bhakta opferte Blumen zu Gurumaharajas Lotusfüßen.
śrī guru-carana-padma, kevala bhakati-sadma
vandõ mui sāvadhāna-mate
Sri Gurus Lotusfüße sind das Behältnis von unverfälschtem hingebungsvollen Dienst (kevala bhakti). Sehr vorsichtig verehre und diene ich seinen Lotusfüßen.
Sripad Muni Maharaj sprach über die absolute Notwendigkeit des Gurus im spirituellen Leben. Und er offenbarte auch eine Besonderheit der ācāryas der Gaudiya Math: ihre Zuneigung zum Dienst Sri Radharanis. Viele der Anwesenden versuchten Gurumaharaj zu glorifizieren oder sich einfach nur für die – grundlose – Barmherzigkeit zu bedanken.
Den würdigen Abschluß fand die mittägliche Gurupuja mit dem Austeilen von Sri Sri Radha Govindas prasādam.
Das Sonntagsfest stand dann nochmal ganz im Zeichen von Gurumaharajas Vraja Vijay Mahotsava. Einige Vaishnavas waren schon abgereist, einige kamen erst zum Nachmittagsprogramm.
Während wir hier in Wien versuchten, viele Vaishnavas zu inspirieren, an diesem Festival teilzunehmen, mussten in Jagannath Puri die Menschen davon abgehalten werden, das Tempelgelände zu betreten – so groß war der Andrang der Vaishnavas. Man musste stundenlang warten, um eine Girlande an Gurumaharajas samādhī-mandir opfern zu dürfen. Es war zu wenig Platz vorhanden, um an alle Vaishnavas prasādam auszuteilen. Eine Woche lang wurde Tag und Nacht harināma-sankīrtana ausgeführt. So viele Menschen waren begierig, die Segnungen von Srila Gurumaharaj zu empfangen.
Nitya-lila-pravista Om Vishnupada 108 Sri Srimad Bhakti Vaibhava Puri Gosvami Maharaja ki jay!
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