| Das Parampara-Teleskop |
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Hege keine Mißgunst gegenüber dem sādhu, indem du denkst, „Oh, er ist nur ein gewöhnlicher Mensch. Warum sollten wir ihm Dienst darbringen? Wozu sollten wir vaisnava-seva verrichten? Warum wird es in den Schriften so eindringlich empfohlen? Immer wird betont: ‚Du mußt unter der Obhut eines sādhus sein.‘ Aber ich möchte Gott Selbst. Warum sollte er zwischen mich und Gott treten?“ Denk nicht so. Du kannst die Bedeutung des sādhu anhand des Beispiels eines Teleskopes verstehen. In einem Teleskop gibt es so viele Linsen zwischen mir und dem Objekt meiner Beobachtung, aber sie helfen meiner Sicht. Die guru-paramparā, die Schülernachfolge, arbeitet auf ähnliche Weise wie ein teleskopisches System. In dieser Welt sehen wir, daß ein Mensch, der viele Diener hat, die auf seine Anweisungen warten, eine gute Position inne hat. Aber im Falle eines Bhaktas ist es genau umgekehrt. Er wird denken, wenn er so viele Gurus hat, so viele Beschützer, die nach ihm sehen, dann ist er wirklich ein reicher Mann: „Ich bin vom Glück begünstigt, wenn so viele Beschützer auf mich schauen und meinen Fall der höheren Instanz vorlegen.“ Eine Verbindung mit der guru-paramparā zu haben, ein Diener des Dieners zu sein, unter dem Schutz der großen Vaishnavas zu sein, bedeutet großes Glück zu besitzen. Es ist ein glückverheißendes Leben.
Sei auf der Hut! Für den Anfänger ist Vertrauen in den Vaishnava nicht einleuchtend. Der Neuling auf dem Pfad der Hingabe sagt: „Ich möchte Bhagavan, Gott, Krishna. Warum wird uns immer dieser Eindruck vermittelt: „Oh, du mußt die krpā, die Barmherzigkeit, eines Vaishnavas erlangen. Du brauchst seine Segnungen. Du mußt zu ihm kommen, um dein Glück zu erlangen. Was soll diese langweilige Sache, daß der Vaishnava immer zwischen Bhagavan und mich kommt?“ Aber wenn der Anwärter erwachsen wird, dann wird sein Vertrauen in den Vaishnava stärker und greifbarer. Sogar unsere Aufmerksamkeit gegenüber der vigraha, der Bildgestalt und den śāstra, den Schriften mag schwinden, aber wir müssen uns immer den Vaishnavas unterordnen, den lebendigen Vertretern des Herrn. satām nindā nāmnah paramam aparādham vitanute
„Die Heiligen zu beleidigen, die beschäftigt sind, die Herrlichkeiten des Hare-Krishna-mahā-mantras zu predigen, ist das schlimmste Vergehen gegen die Lotusfüße des heiligen Namen. Nama Prabhu, der mit Krishna ident ist, wird niemals solche beleidigenden Aktivitäten dulden, nicht einmal von jemandem, der als großer Gottesverehrer gilt.“ yadi vaisnava-aparādha uthe hātī mātā „Wenn ein Gottesverehrer ein Vergehen gegen einen Vaishnava begeht, während er die Kletterpflanze der Hingabe kultiviert, dann gleicht sein Vergehen einem verrückten Elefanten, der die Pflanze entwurzelt und abbricht. Auf diese Weise vertrocknet die Kletterpflanze.“ |
Juli 2010
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