Lecture of the day

  • Die wahre Bedeutung von Hingabe

    Om Vishnupāda Śrīla Bhakti Vaibhava Purī Gosvāmī

    Wenn wir entsprechend dem Wunsch unseres Gurus handeln wollen, dann müssen wir unsere Unabhängigkeit aufgeben und uns vom Guru abhängig machen. Śaranāgati ist der wichtigste Aspekt der Hingabe. Wenn wir den Heiligen Namen ohne Ergebenheit chanten, werden wir nur dharma, ārtha, kāma und mokṣa erlangen. Entsprechend dem Ausmaß unserer Ergebenheit werden wir in der Lage sein, unseren Geist zu kontrollieren, aber gegenwärtig werden wir von unserem vergangenen Karma beherrscht. Ein jñānī ist dem Herrn nicht ergeben, während sich ein bhakta völlig dem Herrn ergeben hat. Wenn wir uns dem Herrn hingeben, dann werden wir nicht mehr unabhängig handeln. Wenn wir uns dem Geist ergeben, dann werden wir niemals eine erhabene Stufe erlangen. Wir müssen den Heiligen Namen wiederholen, aber wir müssen mit Ergebenheit chanten.

    Wie soll man demütiger als ein Grashalm werden?

  • Der Sinn des Lebens

    Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaj

    Nun sind wir als Menschen geboren worden. Nach der Geburt verbringen wir einige Zeit ohne jedes Wissen. Dann gehen wir zur Schule. Dort lernen wir etwas. Danach heiraten wir und vielleicht haben wir Kinder. Wir beschützen sie und geben ihnen zu Essen und Bildung. Dann werden wir alt und gehen weg. Der Tod wird zu uns kommen. Was ist der ewige Nutzen? Welchen spirituellen Nutzen konnten wir in diesem Leben erlangen – das ist die Frage. Wozu wird ein Mensch geboren, wächst heran, verdient Geld und gibt es wieder aus, baut so viele Häuser, Gebäude mit 15 oder 20 Stockwerken? Schließlich kommt das Alter und er verläßt diese Welt. Er versteht nicht, „Aus welchem Grund bin ich in diese Welt gekommen? Was habe ich getan in dieser Welt und was nehme ich mit mir?“ 

  • Ist das Chanten von Krishnas heiligen Namen der einzige sādhana?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Die Menschen können nicht verstehen, dass sie keine andere Pflicht haben als Hari zu verehren. Ob wir Kinder sind oder alt oder jung, Mann oder Frau, reich oder arm, gebildet oder dumm, sündhaft oder fromm - es gibt keinen anderen sādhana als das Chanten der heiligen Namen Krishnas.
     

  • Sollten wir alle Arrangierungen des Herrn fröhlich entgegennehmen?
    Alles passiert durch den Willen des Höchsten Herrn. Wenn wir also einmal unter Unannehmlichkeiten leiden, sollten wir einfach nur geduldig auf die Barmherzigkeit des Herrn warten.
  • Wie können wir beschützt werden?
    Die Einzige Möglichkeit, beschützt zu sein, ist es, Zuflucht bei den Lotusfüßen jener großen Persönlichkeiten zu nehmen, die fortwährend über den Höchsten Herrn sprechen und die völlig von Ihm abhängig sind.
  • Sind wir Diener des heiligen Namens?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Als spirituelle Seelen sind wir Diener Krishnas. Sobald wir das erkennen, erkennen wir auch, dass wir keine andere Aufgabe haben, als Ihm zu dienen. Krishnas heiliger Name ist Krishna Selbst. Dem heiligen Namen zu dienen ist dasselbe, wie Krishna zu dienen.

  • Wie können wir die Absolute Wahrheit erkennen?
    Transzendentale Erkenntnis offenbart sich niemals Personen, die von materiellem Wissen erfüllt sind. Die tatsächliche Beschaffenheit der transzendentalen Absoluten Wahrheit wird einfach verwirklicht werden, indem man sich denjenigen ergibt, die volle Verwirklichung über die Absolute Wahrheit besitzen.
  • Ist es einer hingegebenen Seele sicher, die Vollkommenheit zu erreichen?
    In dem Moment, wo wir uns dem Höchsten Herrn ergeben, kommt uns die Vollkommenheit des Lebens zum Greifen nahe. Indem wir uns vom Herrn, dem Eigentümer von allem was existiert, abhängig machen, können wir sehr leicht wahres Glück erlangen.
  • Sind die Prüfungen, die der Herr den Lebewesen auferlegt, ein Zeichen Seiner Barmherzigkeit?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Thākur Prabhupād

    Ein Lehrer bereitet Prüfungen für seine Schüler aus der gütigen Absicht heraus vor, sie auf eine höhere Stufe zu bringen. Deshalb sind Prüfungen für den aufmerksamen und intelligenten Studenten ein Anlaß zur Freude. Nur nachlässige Schüler fürchten sich vor Prüfungen oder haben Mißfallen daran.

    Wer materiellen Genuß verherrlicht und seiner Zuhörerschaft nach dem Mund spricht, sieht sich keiner Gefahr, keiner Ablehnung und keinen Hindernissen gegenüber, doch diejenigen, die über hingegebenes Dienen und ewige Neigungen der Seele sprechen, begegnen vielen Gefahren. Solche Unannehmlichkeiten kommen und versuchen einen zu entmutigen. Wer aber Zuflucht genommen hat beim hingebungsvollen Dienst, sollte ganz klar verstehen, daß diese Hindernisse nur kommen, um unsere Liebe und Entschlossenheit für den Dienst des Herrn zu prüfen. In Wirklichkeit helfen sie uns dabei, auf dem Pfad der Hingabe schnell voranzuschreiten.

  • Wurde Religion von Menschen geschaffen?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Ţhākura Prabhupāda

    Das Śrīmad-Bhāgavatam (6.3.19) sagt:
    धर्मं तु साक्षाद्भगवत्प्रणीतं
न वै विदुरृषयो नापि देवा ।
    
न सिद्धमुख्या असुरा मनुष्याः
कुतो नु विद्याधरचारणादय ॥

    dharmań tu sākşād bhagavat-praņītań
    
na vai vidur ŗşayo nāpi devā

    na siddha-mukhyā asurā manuşyāģ

    kuto nu vidyādhara-cāraņādaya

    Wahre religiöse Prinzipien wurden vom Höchsten Herrn festgelegt, sie wurden weder von den Sehern, Halbgöttern, Führern von Siddhaloka, ganz zu schweigen von Dämonen, Menschen, Vidyādharas oder Cārāņas geschaffen.

  • Frei von Wünschen

    Śrīpad Bhakti Sādhaka Muni Mahārāj
       Derzeit können wir uns nicht vorstellen, wie wunderbar es ist, frei von Wünschen zu sein – uns frei in dieser Welt zu bewegen und nichts zu kennen, das uns irgendwie schaden könnte.


       Sobald wir einen sinnlichen Gegenstand sehen, wollen wir ihn für unseren Genuss besitzen. Frauen beispielsweise sind eine vollkommene Form von māyā. Aber alles in dieser Welt ist für Kŗşņas Genuss gedacht. Wir müssen lernen, alles, das in unser Blickfeld kommt, zu Kŗşņa zu opfern. Sobald etwas daherkommt, opfere es unmittelbar zu Kŗşņa. Sobald wir auch nur den kleinsten Teil von irgendetwas für unseren eigenen Genuss beanspruchen, kann uns das schon große Probleme bereiten. Das ist sehr gefährlich. Opfere alles zu hundert Prozent zu Kŗşņa und nicht weniger!

  • Theorie & Praxis

    Sripad BS Muni Maharaj

     

    Spirituelles Leben sollte in Übereinstimmung mit den vorangegangenen acaryas praktiziert bzw. entwickelt werden. Wir sollten nicht nur über die Philosophie reden, sondern es ist weit wichtiger, daß wir auch dementsprechend praktizieren. 

  • Wie kann man sich hingeben, bevor man die Wahrheit verwirklicht hat?
    Solange wir uns nicht hingeben, können wir die Warheit nicht erkennen. Solange wir in dem Zustand der Nicht-Hingabe verweilen, werden wir weiter den Pfad des Untergangs beschreiten, voller Zweifel und Verwirrung über religiöse Prinzipien.
  • Warum kommen bhaktas in diese Welt?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Thakura Prabhupāda

    Die bhaktas des Herrn kommen in diese Welt, um den Lebewesen eine Gunst zu erweisen. Sie haben nicht die Pflicht, hierher zu kommen, und bestimmt besteht für sie keine persönliche Notwendigkeit dazu. Ihre einzige mitfühlende Aufgabe ist es, die ablehnende Haltung der Lebewesen zum hingebungsvollen Dienst zum Positiven hin zu wenden. Sie möchten das Interesse der Menschen dieser Welt für Bhakti entfachen. Wenn wir ihren Anstoß verpassen und dem Herrn gegenüber ablehnend und dem sankīrtana, dem yuga-dharma dieses Zeitalters gegenüber gleichgültig bleiben, dann ist das Ausführen egal welcher wohltätiger Aktivitäten, wie etwa das Versorgen der Armen mit Nahrungsmitteln oder das Unterrichten Ungebildeter, eine völlige Verschwendung von Zeit und Energie.

  • Was ist Illusion?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Ţhakura Prabhupāda

    Illusion bedeutet, etwas für etwas zu halten, was es nicht ist – z.B. ein Seil für eine Schlange. Śrī Caitanyadeva hat nie behauptet, dass wir unser Körper seien. Vielmehr hat er uns gelehrt, dass es Illusion sei, den Körper für das Selbst zu halten. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Körper und seinem Besitzer. Die Seele ist der Eigentümer und der Körper das Eigentum. Es gibt zwei Körper – den groben und den feinen – und die Seele besitzt beide. Der Geist ist die Spiegelung der Seele, und der Körper ist frei von allem Spirituellen. Wir denken in „Ich“ und „Mein“, was den Körper betrifft, aber das ist schlicht Illusion, es ist ein falsches Konzept.

  • Was bedeutet ‚Rama‘ im Hare-Krishna-Mantra?

    Hinsichtlich aiśvārya-rasa bezieht sich Rama auf Ramacandra, den Sohn Dasarathas. Hinsichtlich madhurya-rasa bezieht sich Rama auf Krishna, der die Gemeinschaft Radharanis genießt.

  • Wen zieht der Höchste Herr an?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Krishna, der Sohn Nanda Mahārājas, ist die Höchste Persönlichkeit Gottes. Dieser Krishna zieht alle drei Welten an. Der spirituelle Meister, der Krishna sehr lieb ist, verkörpert die anziehende Kraft Krishnas. Die Absolute Wahrheit ist allanziehend. Wen also zieht er an? Wie ein Magnet Eisen anzieht, nicht aber Holz, zieht der verehrungswürdige Herr jene an, die die Neigung haben, Ihm zu dienen. Durch Seine unbegreifliche Kraft der Zuneigung, Gnade und Lieblichkeit zieht der Herr gleichermaßen Seine eigenen Diener an und jene, die die Neigung verspüren, solche Diener werden zu wollen.

     

  • Wie sollten wir den Höchsten Herrn anrufen?

    Śrīla Prabhupāda Bhakisiddhānta

    Śrī Gaurasundara lehrte uns, dass wir niedriger werden müssen als das Stroh in der Gasse, um die heiligen Namen des Herrn zu chanten. Solange wir uns nicht für unbedeutend halten, können wir keinen anderen um Hilfe rufen. Nur wenn wir um die Hilfe eines anderen beten, betrachten wir uns als hilflos. In einer solchen Verfassung verstehen wir, dass wir ohne die Hilfe eines anderen gar nichts machen können. Wir werden fühlen, wie unmöglich es ist, etwas alleine zu tun, wofür man fünf Leute braucht.

    Śrī Gaurasundara hat uns unterwiesen, die Namen des Herrn zu chanten. Diese Information bekommen wir von unserem spirituellen Meister. Die Namen des Herrn zu chanten bedeutet, Seine Hilfe anzunehmen. Wenn wir während des Chantens Ihn aber als unseren Diener betrachten oder erwarten, dass Er unsere Arbeit erledigt, dann kann keine Rede davon sein, dass wir nach dem Grundsatz „Ich bin niedriger als das Stroh in der Gasse“ leben.

  • Kann man dem empirischen Pfad vollständig entsagen?
    So lange wir dazu neigen, auf unsere eigene Stärke, Stolz und Erfahrungen zu vertrauen, können wir uns den Lotusfüßen des Höchsten Herrn nicht vollständig ergeben. So lange wir nicht den Vorgang der Hingabe aufgreifen, preisen wir den aufsteigenden oder empirischen Pfad, um zu Gott zu gelangen.
  • Ist das Chanten von Haris heiligen Namen am meisten glückverheißend?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur

    Beim Versuch, alleine seinen bhajana auszuführen, besteht in jeder Phase eine gewisse Gefahr. Wenn wir aber gemeinsam hari-kathā singen, können es auch andere hören und einen Nutzen daraus ziehen. Beim kīrtana dienen wir Hari auf dreifache Weise: zum einen dienen wir im direkt, dann dienen wir ihm, indem wir uns selbst hören, und wir dienen ihm, weil wir anderen die Gelegenheit zum Hören geben. Abgesehen davon ermöglicht uns kīrtana, uns an den Herrn zu erinnern. Deshalb dienen wir dem Herrn mit kīrtana auch durch Erinnern.
     

  • Was sollte ein Devotee tun, der sich materieller Not gegenübersieht?
    Was immer geschieht, ist der höchste Wille des Herrn. Deshalb können wir nichts tun als geduldig auf die Barmherzigkeit des Herrn zu warten, wann immer wir uns elend fühlen.
  • Wer wird aus der materiellen Welt befreit?
    Ergibt sich jemand zu hundert Prozent, wird der Herr ihn ganz sicher befreien. Solange jemand nicht mit Leib und Seele dem spirituellen Meister und den Vaishnavas dient, wird er nicht lernen, sich völlig hinzugeben.
  • Was bedeutet das Wort namah in den Mantras?
    Namah bedeutet, sich dem Herrn zu ergeben, indem wir unser falsches Ego oder unsere Unabhängigkeit aufgeben. "Oh mein spiritueller Meister! O Krishna! Von heute an bin ich Dein Diener und eine Dir völlig ergebene Seele.
  • Wem zeigt Sich der Höchste Herr nie?

    Der Herr ist in höchstem Maße bewusst, während die Lebewesen nur zu einem winzigen Ausmaß bewusst sind. Wenn unter den nur wenig bewussten Lebewesen eines versucht, den Herrn zu betrügen, indem es etwas vor Ihm zu verstecken versucht, dann behält Sich der in höchstem Maße bewusste Herr das Recht vor, Sich einem solchen Betrüger nicht zu zeigen.

  • Das transzendentale Juwel

    Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaja

    Wir bewegen uns in dieser Welt:

    पुनरपि जननं पुनरपि मरणं पुनरपि जननी जथरे शयनम् ।

    इह संसारे बहु दुस्तारे क्रिपया अपरे पाहि मुरारे ॥

    punar api jananam punar api maranam

    punar api jananī jathare śayanam

    iha samsāre bahu dustāre
    kripayā apāre pāhi murāre

    Oh Murāri, ich bin gezwungen immer wieder geboren zu werden und immer wieder zu sterben. Auf diese Weise bin ich in den Schoß unzähliger Mütter eingegangen. Bitte richte Deinen barmherzigen Blick auf mich und befreie mich aus dem Ozean der Unwissenheit. — Śankarācārya 

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam