Lecture of the day
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  • Die wahre Bedeutung von Hingabe

    Om Vishnupāda Śrīla Bhakti Vaibhava Purī Gosvāmī

    Wenn wir entsprechend dem Wunsch unseres Gurus handeln wollen, dann müssen wir unsere Unabhängigkeit aufgeben und uns vom Guru abhängig machen. Śaranāgati ist der wichtigste Aspekt der Hingabe. Wenn wir den Heiligen Namen ohne Ergebenheit chanten, werden wir nur dharma, ārtha, kāma und mokṣa erlangen. Entsprechend dem Ausmaß unserer Ergebenheit werden wir in der Lage sein, unseren Geist zu kontrollieren, aber gegenwärtig werden wir von unserem vergangenen Karma beherrscht. Ein jñānī ist dem Herrn nicht ergeben, während sich ein bhakta völlig dem Herrn ergeben hat. Wenn wir uns dem Herrn hingeben, dann werden wir nicht mehr unabhängig handeln. Wenn wir uns dem Geist ergeben, dann werden wir niemals eine erhabene Stufe erlangen. Wir müssen den Heiligen Namen wiederholen, aber wir müssen mit Ergebenheit chanten.

    Wie soll man demütiger als ein Grashalm werden?

  • Ist ein Ort, an dem Hari verherrlicht wird, ein heiliger Ort?

    Ich kann in Plätzen, an denen die Devotees des Herrn ununterbrochen über hari-katha sprechen, nichts anderes als heilige Orte sehen. Solche Plätze sind Erweiterungen des ewigen Reiches. Auch sollten wir wissen, dass sich Lord Vishnu in den Herzen aller Lebewesen und in jedem Atom befindet. Deshalb ist jeder Ort heilig. Jemand, dem die Barmherzigkeit seines spirituellen Meisters zuteil wird, kann diese Tatsache verstehen.

  • Ist Chanten der beste Zweig hingebungsvollen Dienstes?

    Von allen Zweigen des hingebungsvollen Dienstes ist sri-krishna-sankirtana der grundlegendste. Wenn wir sri-krishna-sankirtana ausführen, werden wir die Eignung erlangen, die notwendig ist, ein vollkommenes spirituelles Leben zu führen. Im Singen der Namen Krishnas liegt alle Kraft, Schönheit, Erfüllung sowie die Vollkommenheit all unserer sadhanas.

  • Sind Prüfungen ein Zeichen der Barmherzigkeit des Herrn?

    Sind die Prüfungen, die der Herr den Lebewesen auferlegt, ein Zeichen Seiner Barmherzigkeit?

    Ein Lehrer bereitet Prüfungen für seine Schüler aus der gütigen Absicht heraus vor, sie auf eine höhere Stufe zu bringen. Deshalb sind Prüfungen für den aufmerksamen und intelligenten Studenten ein Anlaß zur Freude.

  • Bestraft der Herr uns auch?

    Die transzendentale Persönlichkeit Gottes, Śrī Govinda, ist unser ewiger Meister. Das Wort prabhu bezieht sich auf jemanden, der in der Lage ist, sowohl zu bestrafen als auch Gnade zu erweisen.

  • Wie sollen wir uns von anarthas befreien?

    Wenn die Lebewesen nicht Hari verehren, werden sie zu karmis, jñanis oder Sinnengenießern. Deshalb sollten wir stets laut den heiligen Namen des Herrn chanten. Indem wir täglich eine bestimmte Rundenanzahl chanten, werden unsere ungewollten Eigenschaften, anarthas, verschwinden und unsere Faulheit wird beseitigt. Chanten wir den heiligen Namen darüberhinaus ohne Vergehen, wird die Vollkommenheit ganz von selbst erlangt.
     

  • Srila Bhaktivinoda Thakura

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati 

    Einer der spirituellen Meister, die von Sri Gaurangadeva zum Wohle der jivas in diese Welt gesandt wurden, ist Jagad-guru Srila Bhaktivinoda Thakura. Er ist jene große Persönlichkeit, die jedem die Möglichkeit eröffnet hat, etwas über reinen hingebungsvollen Dienst und die Schülernachfolge zu erfahren. Er ist Gauranga sehr lieb, und er ist unsere einzige Zuflucht.

  • Was bedeutet ‚Rama‘ im Hare-Krishna-Mantra?

    Hinsichtlich aiśvārya-rasa bezieht sich Rama auf Ramacandra, den Sohn Dasarathas. Hinsichtlich madhurya-rasa bezieht sich Rama auf Krishna, der die Gemeinschaft Radharanis genießt.

  • Sri Vraja Vijay Mahotsava

    von Nitya-lila-pravista Om Vishnupada 108 Sri Srimad Bhakti Vaibhava Puri Gosvami Maharaja

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    Die Finsternis des Kaliyuga ist noch ein wenig größer geworden. Ein großer strahlender Stern ist vom Gaudiya Himmel verschwunden. Am 3. März um 20:05 Ortszeit hat Srila Gurudeva in Vishakapatnam, Indien, sein irdisches Spiel beendet und ist während des Abend-Kirtans in das ewige Spiel Sri Sri Radha Govindas zurückgekehrt. Diese Nachricht hat sich in wenigen Augenblicken in der ganzen Vaishnava Welt verbreitet.

  • Wo in den Veden wird der Hare Krsna-maha-mantra erwähnt?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Haris Name ist Hari Selbst. Der mahā-mantra existierte bereits, bevor die Schriften erschienen. Die catuh-śloki-Verse des Bhagavatams, die mit „aham evāsam evāgre“ beginnen, bezeugen dies.

  • Fragen und Antworten (2)

    Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaja

    Frage: Was ist das Ergebnis von guter oder schlechter Gemeinschaft?

    Antwort: Ein Lebewesen erlangt Liebe zu Krishna durch die Gemeinschaft mit Heiligen, aber durch Gemeinschaft mit gottlosen Personen werden Menschen zu Tieren und verlieren die Fähigkeit, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Gemeinschaft mit gottlosen Personen lässt den Geist vom Dienst des Herrn, der wahren Pflicht der Lebewesen, abweichen.

  • Ist das Chanten der Namen des Herrn das Kronjuwel aller sādhanas?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Ganz gewiss ist das Chanten der heiligen Namen der höchste sādhana in diesem Zeitalter des Kali. Eigentlich ist es der einzige sādhana in diesem Zeitalter. Das Chanten der heiligen Namen gewährt jede Vollkommenheit. Das Sri Caitanya caritamrta Adi 17.21–25 sagt:

    harer nāma harer nāma harer nāmaiva kevalam
    kalau nāsty eva nāsty eva nāsty eva gatir anyathā

  • Wie kann man die Barmherzigkeit des Herrn erlangen?

    Wenn wir uns nicht gegen die echten Diener Haris versündigen, die stets in Seinem Dienst beschäftigt sind, sondern ihren Fußspuren folgen, dann können wir die Barmherzigkeit des Herrn erlangen. Nur durch die Gnade der Vaishnavas kann man die Gnade Haris erlangen. Sind die Vaishnavas verärgert, kommt niemand zu Glück. Ganz besonders gilt das beim spirituellen Meister. Ohne den spirituellen Meister zu erfreuen, erlangt niemand die Barmherzigkeit des Herrn.

  • Was ist das Wesen von Liebe?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Ţhakura Prabhupāda

    Liebe und Hass sind unterschiedlich. Es ist das Wesen der spirituellen Seele, Gott zu lieben, und es ist das Wesen eines mentalen Spekulanten, Ihn zu hassen. Auf der Ebene der Liebe – der Ebene des hingebungsvollen Dienens, der höchsten religiösen Grundsätze und des Dienstes zum Herrn, – gibt es keine Interessenskonflikte. Dort existiert nur vollkommene Harmonie. Sobald wir von der Ebene des Kultivierens von Liebe zu Gott herabfallen, beginnen wir, uns gegenseitig als Objekt des Genusses zu sehen. Die menschliche Rasse ist da, um Kŗşņa zu dienen. Sobald die Menschen das erkennen, haben sie keine Probleme mehr. Sie werden sich als Vaişņavas verstehen und es wird einen ganz natürlichen, liebevollen Austausch zwischen ihnen und anderen Vaişņavas geben. In der materiellen Welt gibt es keine Liebe, denn hier gibt es überall nur Interessenskonflikte.

  • Mahāprabhu und transzendentaler Klang

    Om Vishnupad Sri Srimad BV Puri Gosvami

    Noch nie hat man von jemandem gehört, der Tiger umarmt. Gibt es irgendeine Aufzeichnung von einem Menschen, der all die wilden Tiere dieser Welt beherrschen kann? Mahāprabhu kann es. Er umarmt und tät­schelt sie. Er führt sie alle zusammen und sie folgen ihm. Er bespritzt die Elefanten mit Wasser und sie tanzen. Ihr könnt es euch nicht vorstellen. Niemand kann sich das vorstellen! Die jñānīs können es sich nicht vorstellen, von gewöhnlichen Leuten ganz zu schweigen. In der Philosophie des Westens gibt es keine Aufzeichnungen darüber, was Mahāprabhu tat. In der Tat, diese Tiere umrundeten Mahāprabhu, und sobald Er „Krishna!“ sagte, wiederholten sie alle „Krishna!“ Das war kein Zirkus mit gezähmten Tieren, Er trainierte sie nicht, Er gab ihnen einfach den heilgen Namen. Diese Kraft, diese Macht, diese Energie drang ein in ihre Herzen und sie verstanden das, denn sie sind ātmā.

  • Kann ein gewöhnlicher Mensch über die spirituelle Welt sprechen?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Thākur Prabhupād

       Nur diejenigen, die herabgekommen sind aus der spirituellen Welt, können über die spirituelle Welt sprechen. Niemand aus dieser Welt kann über die spirituelle Welt sprechen. Wenn die Lebewesen genügend vom Glück begünstigt sind, um über die spirituelle Welt von denjenigen zu hören, die aus der spirituellen Welt kommen, dann erlangen sie die Gelegenheit, Vaikuntha kennenzulernen. Wir können transzendentale Themen nicht durch weltliche Überlegungen verstehen. Es ist nicht richtig, einen Kompromiss zwischen dem Transzendentalen und dem Phänomenalen zu machen. Wenn wir Glück haben, treffen wir einen Gesandten aus Vaikuntha. Deswegen sagt Sri Chaitanyadeva:


    kŗşņa yadi kŗpā kona bhāgyavāne
    guru-antaryāmi-rūpe śikhāye āpane


       „Krishna weilt im Herzen eines jeden als caitya-guru, als der spirituelle Meister im Inneren. Wenn Er gütig zu einer vom Glück begünstigten bedingten Seele ist, gibt Er ihr persönlich Unterweisungen, sodass sie im hingebungsvollem Dienst fortschreiten kann – als die Überseele von innen und als spiritueller Meister von außen.“ (Caitanya-caritāmŗta Madhya 22.47) 

  • Was wird uns von Nutzen sein?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Ich vertraue darauf, dass ihr einfach dadurch, dass ihr die Namen des Herrn mit voller Aufmerksamkeit ausruft, alle glücklichen Umstände erreichen werdet. Nur der Höchste Herr ist in der Lage, euch materiellen Fortschritt, Wohlstand oder Schicksalsschläge zuzuteilen. Wir sind dazu bestimmt, von Ihm erhalten zu werden. Es ist unsere Pflicht, Seine Vorkehrungen für uns ohne Vorbehalt anzunehmen.
     

  • Gibt es für das Lebewesen keine andere Pflicht als Krishna zu dienen?

    Die Lebewesen sind Krishnas ewige Diener. Sie haben keine andere Pflicht als Ihm zu dienen. Diese Wahrheit offenbart sich aber nur in den Herzen derjenigen, die unerschütterliches Vertrauen zur Höchsten Persönlichkeit Gottes und zum spirituellen Meister besitzen.

  • Mit dem Herrn sprechen

    Om Vishnupāda Śrīla Bhakti Vaibhava Purī Gosvāmī

    Derzeit sehen wir den Herrn als Steinfigur, eine Gestalt aus Stein, dekoriert mit Kleidern. Wir können Seine Göttlichkeit nicht sehen, nicht, wie Er Sich bewegt, wie Er hört und alles annimmt, was wir Ihm darbringen.

    Die pūjārīs, die Priester, sollten mit dem Herrn sprechen und Anweisungen von Ihm entgegennehmen. Der Diener des Herrn, der sevaka, wird Anweisungen vom Herrn bekommen, und wenn er etwas braucht, wird er zum Herrn beten und der Herr wird ihm antworten: „Ja, tu dies. Nein, tu das nicht.“ Es gab Vorkommnisse in Südindien zur Zeit Rāmānujas und auch danach, da es für die Leute ganz normal war, zum Herrn zu sprechen.

  • Wie können wir einen Bhakta erkennen?
    Oft versuchen wir Bhaktas zu messen. Weil wir ihre hingebungsvollen Tätigkeiten nicht begreifen, lehnen wir sie ab, als ob wir ihre Prüfer wären. Mit welchem Meßgerät versuchen wir die Bhaktas zu untersuchen?
  • Welche Anweisungen gibt ein echter spiritueller Meister?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Thākur Prabhupād

       Es gibt keinen Mangel an Ratgebern in dieser Welt. Die Leute dieser Welt raten uns, besondere Aufmerksamkeit unseren unmittelbaren Bedürfnissen zu schenken, aber das wird uns nicht helfen, weil unsere Bedürfnisse einfach mehr werden. Während wir versuchen, unsere gegenwärtigen Bedürfnisse zu erfüllen, ertrinken wir in einem Ozean unendlicher Bedürfnisse und Schwierigkeiten. Es ist in dieser Welt weder förderlich, mit Anhaftungen zu leben, noch Loslösung zur Schau zu stellen. Wir sollten frei werden von Betrügern, die im Gewand von Heiligen die Menschen nur dazu anstiften, sich auf Religiosität, wirtschaftliche Entwicklung, Sinnenbefriedigung und Befreiung zu konzentrieren, und die sehr damit beschäftigt sind, gewöhnliche Menschen äußerlich religiös erscheinen zu lassen wie sich selbst. Stattdessen sollten wir genügend Intelligenz entwickeln, um unseren Geist auf Themen über Sri Chaitanyadeva zu konzentrieren.

  • Wen zieht der Höchste Herr an?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Krishna, der Sohn Nanda Mahārājas, ist die Höchste Persönlichkeit Gottes. Dieser Krishna zieht alle drei Welten an. Der spirituelle Meister, der Krishna sehr lieb ist, verkörpert die anziehende Kraft Krishnas. Die Absolute Wahrheit ist allanziehend. Wen also zieht er an? Wie ein Magnet Eisen anzieht, nicht aber Holz, zieht der verehrungswürdige Herr jene an, die die Neigung haben, Ihm zu dienen. Durch Seine unbegreifliche Kraft der Zuneigung, Gnade und Lieblichkeit zieht der Herr gleichermaßen Seine eigenen Diener an und jene, die die Neigung verspüren, solche Diener werden zu wollen.

     

  • Ist ohne das Chanten von Haris heiligen Namen irgendetwas von Nutzen?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Wie kann man ohne Chanten irgendwelche Vorteile erlangen? Haris Namen zu chanten ist das yuga-dharma, der vorgeschriebene Vorgang für das gegenwärtige Zeitalter. Wie sollten die Menschen dieses Zeitalters Glück erlangen, ohne dem vorgegebenen Vorgang dafür zu folgen? Wie könnten wir Glück erlangen, wenn wir anderen Wegen, und nicht dem Chanten, nachfolgen? Das Chanten wurde ja vom allglückverheißenden Herrn Selbst eingeführt.

  • Wie kann jemand Krishnas Dienst erlangen?

    Solange man nicht befreit ist, ist man nicht qualifiziert, Krishna zu dienen. Wer alles Krishna hingibt, gilt als befreite Seele. Bedingtes Leben bedeutet geizig zu sein - man will Krishna nicht alles geben. Befreite Seelen dienen Krishna mit all ihrem Besitz. All ihre Anstrengungen dienen dazu, Krishna zu erfreuen.

  • Wie sollten wir den Höchsten Herrn anrufen?

    Śrīla Prabhupāda Bhakisiddhānta

    Śrī Gaurasundara lehrte uns, dass wir niedriger werden müssen als das Stroh in der Gasse, um die heiligen Namen des Herrn zu chanten. Solange wir uns nicht für unbedeutend halten, können wir keinen anderen um Hilfe rufen. Nur wenn wir um die Hilfe eines anderen beten, betrachten wir uns als hilflos. In einer solchen Verfassung verstehen wir, dass wir ohne die Hilfe eines anderen gar nichts machen können. Wir werden fühlen, wie unmöglich es ist, etwas alleine zu tun, wofür man fünf Leute braucht.

    Śrī Gaurasundara hat uns unterwiesen, die Namen des Herrn zu chanten. Diese Information bekommen wir von unserem spirituellen Meister. Die Namen des Herrn zu chanten bedeutet, Seine Hilfe anzunehmen. Wenn wir während des Chantens Ihn aber als unseren Diener betrachten oder erwarten, dass Er unsere Arbeit erledigt, dann kann keine Rede davon sein, dass wir nach dem Grundsatz „Ich bin niedriger als das Stroh in der Gasse“ leben.