Lecture of the day

Sevāite-Acārya Tridandi-Svāmī Śrīpad Bhakti Sādhak Muni Mahārāj

singt ein Gebet zum Höchsten Persönlichkeit Gottes Śrī Dāmodara

 

 

 

 

Śrī Śrī Dāmodarāṣṭakam

namāmīśvaraṁ sac-cid-ānanda-rūpaṁ
lasat-kuṇḍalaṁ gokule bhrājamanam
yaśodā-bhiyolūkhalād dhāvamānaṁ
parāmṛṣṭam atyantato drutya gopyā

   Ich erweise meine demütigen Ehrerbietungen dem Höchsten Herrn, Śrī Dāmodara, dessen Gestalt die Verkörperung ewiger Existenz, ewigen Wissens und ewiger Glückseligkeit ist und dessen glitzernde, haifischförmige Ohrringe hin- und herbaumeln. Im göttlichen Reich von Gokula leuchtet Er auf wundervolle Weise, und aus Angst vor Mutter Yasoda rennt Er von dem hölzernen Mörser weg, wird jedoch von Seiner Mutter, die Ihm mit großer Geschwindigkeit hinterherläuft, von hinten her eingefangen.

 

rudantaṁ muhur netra-yugmaṁ mṛjantam
karāmbhoja-yugmena sātaṅka-netram
muhuḥ śvāsa-kampa-trirekhāṅka-kaṇṭha
sthita-graivaṁ dāmodaraṁ bhakti-baddham

   Sobald Er den Schlagstock in den Händen Seiner Mutter sieht, beginnt Er zu weinen und reibt mit Seinen Lotushändchen immer wieder in den Augen. Diese Seine Augen sind voller Angst, und weil Er aufgrund Seines Weinens heftig atmet, klimpert die Perlenkette um Seinen Hals, der wie ein Muschelhorn mit drei Linien gezeichnet ist. Diesem Höchsten Herrn, Śrī Dāmodara, dessen Körper nicht von Stricken, sondern einzig von der reinen Liebe Seiner Mutter gebunden werden konnte, erweise ich meine demütigen Ehrerbietungen.

 

itīdṛk sva-līlābhir ānanda-kuṇḍe
sva-ghoṣaṁ nimajjantam ākhyāpayantam
tadīyeṣita-jñeṣu bhaktair jitatvaṁ
punaḥ prematas taṁ śatāvṛtti vande

   Durch derartige Kindheitsspiele taucht Er die Einwohner von Gokula in einen Ozean der Glückseligkeit, und Er offenbart jenen Gottgeweihten, die Wissen über Seine Oberherrschaft und Seine Reichtümer besitzen, daß Er sich ausschließlich von solchen Geweihten bezwingen läßt, deren reine Liebe äußerst vertraulich und vollkommen frei von Gefühlen der Ehrfurcht und Hochachtung ist. In großer Liebe erweise ich diesem Śrī Dāmodara hunderte und aberhunderte von Malen immer wieder meine Ehrerbietungen.

 

idaṁ te mukhāmbhojam atyanta-nīlair
vṛtaḿ kuntalaiḥ snigdha-raktaiś ca gopyā
muhuś cumbitaṁ bimba-raktādharaṁ me
manasy āvirāstām alaṁ lakṣa-lābhaiḥ

   O Herr, Dein Lotusantlitz, das von den wundervollen Locken Deines weichen Haares umspielt wird, welche eine Spur von rot aufweisen, wird von Mutter Yasoda immer und immer wieder geküßt. Auch Deine Lippen besitzen eine rötliche Farbe, genau wie die Bimba-Frucht. Möge dieses herrliche Bild Deines Lotusgesichtes immer in meinem Herzen wohnen. Tausende und abertausende von sonstigen Errungenschaften werden alsdann für mich völlig wertlos werden.

   
  

 

namo deva dāmodarānanta viṣṇo
prasīda prabho duḥkha-jālābdhi-magnam
kṛpā-dṛṣṭi-vṛṣṭyāti-dīnaṁ batānu
gṛhāṇeṣa mām ajñam edhy akṣi-dṛśyaḥ

   O Höchste Persönlichkeit Gottes, ich erweise Dir meine Ehrerbietungen!O Damodara! O Ananta! O Vishnu! O Meister! O mein Herr, bitte sei mir gnädig! Indem Du Deinen barmherzigen Blick auf mich richtest, befreie bitte diesen armen unwissenden Narr, der in den Ozean weltlicher Sorgen gefallen ist, und offenbare Dich bitte meinen Augen.

 

kuverātmajau baddha-mūrtyaiva yadvat
tvayā mocitau bhakti-bhājau kṛtau ca
tathā prema-bhaktiṁ svakāṁ me prayaccha
na mokṣe graho me ‘sti dāmodareha

   O Śrī Dāmodara, genau wie die beiden Söhne Kuveras (Manigriva und Nalakuvara) vom Fluch Nārada Munis befreit und von Dir in Deiner Form als Dāmodara, der mit einem Strick an den hölzernen Mörser gebunden war, zu Gottgeweihten gemacht wurden, so verleihe bitte auch mir Deine eigene Prema-bhakti. Das ist es, wonach ich mich sehne, und nicht nach irgendeiner Art der Befreiung.

varaṁ deva mokṣaṁ na mokṣāvadhiṁ vā
na canyaṁ vṛṇe ‘haṁ vareṣād apīha
idaṁ te vapur nātha gopāla-bālaṁ
sadā me manasy āvirāstāṁ kim anyaiḥ

   O mein Herr, obwohl Du imstande bist, alle nur erdenklichen Segnungen zu erteilen, bete ich nicht zu Dir, um die Segnung der unpersönlichen Befreiung zu erlangen. Auch wünsche ich mir nicht ein Leben auf den Vaikuntha-Planeten oder irgend etwas anderes. O mein Herr, ich habe einzig und allein den Wunsch, daß sich diese Deine Form als Bala Gopal von Vrindavan ewiglich in meinem Herzen niederlassen werde, denn was hat für mich irgendeine andere Segnung außer dieser für einen Nutzen?

 

namas te ‘stu dāmne sphurad-dīpti-dhāmne
tvadīyodarāyātha viśvasya dhāmne
namo rādhikāyai tvadīya-priyāyai
namo ‘nanta-līlāya devāya tubhyam

   O Śrī Dāmodara, laß mich zuerst dem strahlenden leuchtenden Gürtel, der Dich um den Bauch bindet, meine Ehrerbietungen erweisen. Dann will ich meine Ehrerbietungen Deinem transzendentalen Bauch erweisen, der der Ruheort des gesamten Universums ist. Ich verbeuge mich auch in aller Demut vor Deiner geliebten Srimati Radharani und erweise schließlich Dir, dem Höchsten Herrn, der unbegrenzt viele Spiele offenbart, meine demütigen Ehrerbietungen.

Aus dem Padma Purana, gesprochen von Satyavrata Muni in einer Konversation mit Narada Muni und Saunaka Rishi

  

 

 

Regelmäßige Tempelprogramme

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam