Lecture of the day

vyavasāyātmikā buddhir ekeha kuru-nandana
bahu-śākhā hy anantāś ca buddhayo ’vyavasāyinām

O Sohn der Kurus, bei diesem Vorgang ist die Intelligenz entschlossen auf das eine Ziel gerichtet. Doch die Intelligenz der Unentschlossenen verliert sich in zahllosen Tätigkeiten und Wünschen.

Kommentar von Śrīla Viśvanātha Chakravarti Ţhākura

Unter allen Formen der Intelligenz ist jene, die auf bhakti-yoga gerichtet ist, zweifellos die beste. Intelligenz, die entschlossen in bhakti ruht, ist ungeteilt. Dies kann auf folgende Weise veranschaulicht werden:

„Mein sādhana besteht darin, den Lotusfüßen des Herrn zu dienen, mich an Ihn zu erinnern und Ihn zu verehren, so wie es mir mein Guru aufgetragen hat. Das ist auch mein Ziel (sādhya). Es ist meine lebenserhaltende Medizin, denn ich kann weder sādhana noch sādhya aufgeben. Nichts ist für mich so erstrebenswert wie diese, sie sind meine einzige Pflicht, außer diesen gibt es keine Pflicht für mich. Es gibt auch keinen anderen Wunsch für mich, nicht einmal im Traum. Glück oder Unglück mögen mir widerfahren. Der Kreislauf des samsāra mag unterbrochen werden oder auch nicht, es macht für mich keinen Unterschied. Ich bete einfach um entschlossene Intelligenz, die stets auf reine bhakti gerichtet ist.“ Es heißt:

tato bhajeta mām bhaktyā śraddhālur dŗdha-niścayah

Mein bhakta soll immer glücklich sein und Mich mit starkem Vertrauen und Überzeugung verehren. (Śrīmad Bhāgavatam 11.20.28)

Die Intelligenz anderer Menschen ist keinesfalls ekā. Deren Intellekt ist vielverzweigt, d.h., sie folgen zahllosen Pfaden (anantāh) anstatt einem, weil es beim karma-yoga zahllose Wünsche zu erfüllen gilt. Um beispielsweise im jñāna-yoga den Geist zu reinigen, muss man die Intelligenz zuerst auf niskāma-yoga fixieren. Ist der Geist einmal geläutert, muss man die Intelligenz dazu nutzen, jede Form des Handelns aufzugeben (karma-sannyāsa). Im nächsten Schritt beschäftigt man die Intelligenz mit jñāna, Wissen. Zu diesem Zeitpunkt muss sich die Intelligenz aber auch mit bhakti beschäftigen, damit die Ergebnisse von jñāna nicht völlig verloren sind. Sodann konzentriert sich die Intelligenz darauf, jñāna aufzugeben, denn wie der Herr sagt: jñānam ca mayi sannyaset: man sollte solches Wissen preisgeben, um Mich zu erreichen (Śrīmad Bhāgavatam 11.19.1). Daher heißt es, die Formen von Intelligenz bzw. Geist, die sich auf unterschiedlichste Objekte konzentrieren, sind zahllos. Auch die Arten unterschiedlicher sādhanas sind zahlreich, denn karma, jñāna und bhakti müssen alle ausgeführt werden.

Regelmäßige Tempelprogramme

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam