Putana
 
 
 
 

Lecture of the day

Die erste Tat Krishnas im Säuglingsalter, die im Bhagavatam aufgezeichnet ist, ist das Töten der Dämonin Putana. Der heilige Weise Narada hatte kurz zuvor König Kamsa darüber informiert, dass sein voraussichtlicher Mörder, Krishna, kürzlich geboren worden war, worauf Kamsa Putana damit beauftragte, alle Neugeborenen in Vraja zu ermorden.

Sri Krishna war in Kamsas Gefängnis zur Welt gekommen, und noch in der Nacht Seiner Geburt brachte Ihn sein Vater Vasudeva nach Vraja zum Haus Seiner Pflegeeltern Nanda und Yasoda. Die eisernen Ketten, Bolzen und Schlösser des verriegelten Gefängnisses hatten sich von selbst geöffnet, als Vasudeva sein Kind in die Arme nahm, und die Gefängniswärter waren nicht in der Lage, diese Vorgänge zu bemerken. Auf seinem Weg nach Vraja trug Vasudeva Krishna durch die hochwasserführende Yamuna, deren Wasser in dieser mondlosen Nacht von einem wilden Sturm aufgepeitscht waren. Dennoch watete Vasudeva durch das tiefste Wasser, obwohl es sich durch den tobenden Sturm zu gähnenden Strudeln verwandelt hatte. Vasudeva war es dann auch noch möglich, mit Yasodas neugeborener Tochter in seine Gefängniszelle zurückzukehren. Er hatte die Kinder vertauscht, ohne dass Yasoda dies bemerkte.

Natürlich wurde König Kamsa sofort nach seiner Rückkehr ordnungsgemäß von der Ankunft dieser Tochter als Devakis gefürchteter achter Nachkommenschaft unterrichtet. Nach Erhalt dieser lang ersehnten Nachricht, deren Erwartung ihn viele schlaflose Nächte gekostet hatte, eilte der König sofort zur Gefängniszelle. Im ersten Moment war er gewillt, das Leben des Kindes zu verschonen, da die Prophezeiung eindeutig davon sprach, Devakis achtes Kind, das Kind, das ihn töten sollte, sei männlich. Dann aber entschied er, alle möglichen Zweifel von sich abzuschütteln, indem er das neugeborene Mädchen erschlüge. Aber just in dem Augenblick, da Kamsa das Kind auf einem Stein zerschmettern wollte, entglitt dieses seinem Griff und offenbarte, dass es niemand anders sei als Gottes täuschende Energie. Für kurze Zeit blieb es am Himmel sichtbar, versicherte ihm, sein künftiger Schlächter wäre tatsächlich bereits geboren, und riet ihm von seiner Vorstellung ab, seine nutzlosen Versuche, sein Schicksal zu vermeiden, würden durch das grausame Ermorden unschuldiger Kinder irgendeine Wirkung zeigen. Kaum hatte sie das gesprochen, entschwand Mahamaya dem Blick des erstaunten Königs. In der Folge informierte Narada Kamsa, sein künftiger Mörder müsse unter den Bewohnern von Vraja geboren worden sein, und wenn er wirklich auf seine Sicherheit bedacht wäre, sollte er keine Zeit verlieren, die Gefahr bereits im Keim zu ersticken. Dem blutrünstigen Feigling war dieser Rat willkommen, und dementsprechend sandte er Putana aus, heimlich alle Neugeborenen in der Umgebung zu töten.

Und so erschien der Dämon Putana auch in Vraja, wo er sich während Nandas Abwesenheit Yasoda vorstellte (Nanda befand sich gerade in Mathura, um König Kamsa die geforderten Steuern abzuliefern). Putana hatte die Gestalt einer äußerst reizenden Mutter mit einer besonders liebevollen Art angenommen. Sie näherte sich dem Sofa, auf welches Yasoda Krishna zum Schlafen gelegt hatte. Yasoda bemerkte die unbekannte Frau, als diese das Haus betrat, vermutete aber keinerlei böse Absicht dahinter. Vielmehr beobachtete sie die Fremde ohne jede Besorgnis, als diese sich der Liegestatt des Babys näherte, Es in ihre Arme nahm und Ihm ihre Brust zum Saugen anbot. Putanas Brustwarzen waren mit einem tödlichen Gift eingerieben.

Der kleine Krsna war sich der Absicht des Dämons bewusst und ergriff die Brust des Monsters mit seinen weichen Händchen. Der Griff des Kindes war so stark, dass Putana um ihr Leben bangte. Krampfhaft zuckte sie unter den Todesqualen, hervorgerufen durch den Druck von Krishnas kleinen Händen. Sodann umschloss Krishna mit Seinen Lippen Putanas Brust und saugte ihr augenblicklich das Leben aus. Das grauenhafte Monster brüllte vor Schmerz und war gezwungen, seine riesige, widerliche, dämonische Gestalt zu enthüllen, während es leblos zu Boden fiel und mit seinem hässlichen Körper eine große Fläche bedeckte, der kleine Krishna immer noch sich an der vergifteten Brust festhaltend.

Das erste, was die Kuhhirtenmädchen taten, die zusammen mit Yasoda zum Schauplatz des Geschehens geeilt waren, war, Krishna von der Brust des schrecklichen Dämons zu reißen. Dann staunten sie, wie das Kleinkind unverletzt den Klauen eines solchen Dämons hatte entkommen können. Sie schrieben Seine Rettung der Gnade der Götter zu, denn die Götter sind besonders gütig zu den Hilflosen. Daraufhin riefen die verängstigten Milchmädchen die Hilfe aller Götter und Göttinnen herbei und baten sie darum, den kleinen Krishna auch weiterhin zu beschützen.

In der Zwischenzeit wurde Putana durch ihren Dienst zu Krishna erlöst - dafür, dass sie Ihm ihre vergiftete Brust zum Saugen angeboten hatte. Der Autor des Bhagavatams erwähnt sorgsam, dass dieses große Glück des Dämons jenem Yasodas insofern gleichkommt, als Krishna an ihrer Brust gesaugt hatte. Im absoluten Reich erlangte Putana deshalb die ewige Position einer Pflegemutter des Höchsten Herrn.

Diese Erzählung aus dem Bhagavatam verkörpert eine sehr wichtige Moral für all jene, die nach dem Absoluten suchen. Doch bevor ich die inhaltliche Auslegung, wie sie von den vorangegangenen Lehrern bevorzugt wird, darlege, möchte ich die Aufmerksamkeit des Lesers auf bestimmte mögliche Fehlvorstellungen betreffend die Natur der Deutung lenken, die hier geboten wird. Da gibt es eine Klasse von Personen, die darauf bestehen, die Texte in ihrem wortgetreuen, weltlichen Sinn zu sehen. Viel Einfallsreichtum wurde von den Interpreten an den Tag gelegt, um Bedeutungen herauszulesen, welche das empirische Urteil jener befriedigen, die nach der wortgetreuen Methode arbeiten. Ihre Argumente sind einleuchtend. Nachdem von offenbarter Literatur angenommen werden kann, dass sie Informationen über den Absoluten enthält, sollte man auch die Sprache, mit der dies ausgedrückt wird, als Bestandteil der Bedeutung des Textes betrachten. Wenn man diesem Ansatz folgt, ziehen die wörtlichen Interpreten falsche Schlüsse: sie denken, es sollte für ein bedingtes Lebewesen möglich sein, die wirkliche Bedeutung einer Schrift dadurch zu ermitteln, dass man sich an den lexikografischen Sinn ihrer Formulierungen hält. Aber der lexikografische Sinn lässt sich nicht auf ein transzendentales Subjekt anwenden. Vielmehr besitzen die Wörter doppelte Bedeutung. Die lexikografische Bedeutung bezieht sich auf Objekte dieser Welt und lässt sich deshalb auf diesen Fall nicht anwenden. Die groben Sinne und der Geist eines bedingten Lebewesens haben zur esoterischen Bedeutung keinen Zugang. Das ist ein ernsthaftes und unüberwindbares Problem. Die wörtlichen Interpreten, die dem lexikografischen Sinn folgen, machen einen schweren Fehler, wenn sie diese überaus wichtige Überlegung außer Acht lassen.
Die transzendentale Bedeutung der Worte kann den Sinnen eines bedingten Lebewesens nicht vermittelt werden, solange das bedingte Lebewesen nicht zustimmt, in ergebener Haltung dem transzendentalen Klang zu lauschen, der von einem reinen Bhakta (Gottverehrer) kommt. Es gibt eine eindeutige Linie aufeinanderfolgender echter Lehrer der Wahrheit. Heuchler und Atheisten, die Gott nicht dienen wollen, können echte Acaryas (Lehrer) nicht erkennen. Ein aufrichtig spirituell Suchender wird früher oder später aber einen solchen echten Lehrer finden und erkennen. Bevor er einen solchen Lehrer findet, der ihn erleuchtet, sollte ein spiritueller Kandidat sich auf seine Selbstprüfung konzentrieren. Auf diese Weise werden keine schlummernden Spuren von Unaufrichtigkeit in ihm versteckt bleiben. Die Worte eines Heiligen sind auch stets da, und durch seine grundlose Gnade wird es einem Kandidaten möglich sein, seine eigenen Unaufrichtigkeiten zu entdecken.
Der Grund, weshalb die wörtlichen Interpreten die Notwendigkeit nicht erkennen können, niemals von den Erklärungen abzuweichen, die von den selbstverwirklichten Seelen geboten werden, liegt darin, dass sie dieses vorbereitende Training zum Verständnis transzendentaler Dinge übersehen oder bewusst außer Acht lassen. Nur durch solche Seelen sind die transzendentalen Bedeutungen überhaupt erhältlich. Manche Empiriker zögern nicht, ihre eigenen Deutungen in den Text hineinzulegen, indem sie der lexikografischen und syntaktischen Interpretationsmethode folgen, und gehen dabei davon aus, die Schriften seien das Produkt menschlicher Einsichten und folglich Fehlern unterworfen. Somit könnten die Schriften durchaus mit der gleichermaßen fehlerbehafteten Willkür anderer hypothetischer Denker korrigiert werden. Worauf begründen sie diese Ansicht? Sie sagen, die Behauptung, etwas sei falsch, könne weder bewiesen noch widerlegt werden. Deshalb sind sie auch geneigt zu denken, die Auslegungen der Acaryas hielten sich nicht peinlich genau an den Text. Und dann bieten sie allegorische Beispiele, um ihre eigene sektiererische Ansicht zu begründen. Ich zähle diese möglichen Fehlkonzepte auf, um die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Wichtigkeit der folgenden Interpretation dieser Putana-Geschichte zu lenken. Sie beruht auf den Erläuterungen vorangegangener Acaryas und wurde ursprünglich von einem echten Lehrer des Absoluten gesprochen. Weder biete ich diese Interpretation als wörtliche, lexikografische Erklärung noch als Allegorie, geschaffen dazu, das Gefühl der Menschen zu befriedigen, sie wüssten etwas von der Geschichte ihrer Rasse.

Sri Krishna manifestiert Seine ewige Geburt im reinen kognitiven Wesen der dienenden Seele, die sich jenseits aller weltlichen Begrenzungen befindet. König Kamsa ist der typische aggressive Empiriker. Stets ist er auf Ausschau nach dem Erscheinen der Wahrheit, beseelt vom Wunsch, die Wahrheit zu unterdrücken, bevor Sie Zeit hat heranzuwachsen. Ich übertreibe nicht, was das wahre Ziel und Verständnis des herkömmlichen Empirikers betrifft. Der Materialist hat eine natürliche Abscheu gegen das Transzendente. Für ihn ist der Glaube an das Unbegreifbare der Vater des Dogmatismus und der Heuchelei im Gewand der Religion. Gleichermaßen unterliegt er dem Trugbild, dass es keine echte Grenzlinie zwischen Materie und Geist gibt und geben kann. Seine Trugbilder werden verstärkt, wenn er Interpretationen der Schriften liest, die von Leuten stammen, die ebenso seine Ansichten vertreten. Das schließt auch alle lexikografischen Interpreten mit ein. Kamsa hält die lexikografische Deutung hoch als die wahre wissenschaftliche Erklärung der Schriften und als eine, die perfekt zusammenpasst mit seiner Furcht vor allem und Abneigung gegen alles, was transzendental ist. Kamsa setzt diese lexikografischen Interpreten in seinem Dienst ein, indem er mit ihrer Hilfe das erste mutmaßliche Erscheinen jedes aufrichtigen Glaubens in die Transzendenz unterdrückt.

König Kamsa weiß genau, dass, falls man es dem Glauben in die Transzendenz erlauben würde zu wachsen, dies seine empirischen Ansichten umwerfen würde. Für solche Befürchtungen gibt es historische Grundlagen. Soll also die empirische Dominanz aufrecht erhalten werden, ist es notwendig, die transzendentale Irrlehre niederzuschlagen, sobald sie aufzutauchen droht. Dieser traditionellen Urangst folgend hat König Kamsa also schnell die wissenschaftlichen Vorsichtsmaßnahmen zur Hand, empirische Schriftgelehrte auszusenden, gerüstet mit Wörterbuch, Grammatik und allen anderen empirischen Raffinessen, um mit fadenscheinigen Argumenten basierend auf Hypothesen die wahre Auslegung der ewigen Religion, wie sie von den Schriften offenbart wird, niederzuschlagen. Kamsa vertraut fest darauf, dass Empirik den Glauben in die Transzendenz wirkungsvoll besiegen kann, wenn schon zu Beginn schnelle und entschlossene Maßnahmen ergriffen werden. Er schreibt vergangene Misserfolge des Atheismus dem Versäumnis zu, solche Maßnahmen schon zu ergreifen, bevor der theistische Irrtum Zeit hat, sich unter den fanatischen Massen auszubreiten.
Aber Kamsa macht die Rechnung ohne den Wirt. Schon von dem Moment an, da Krishna geboren ist, ist er in der Lage, alle finsteren Pläne gegen diejenigen zu zerstören, die Er von Seiner Ankunft benachrichtigt hat. Das anscheinend grundlose Vertrauen der Menschen, ungeachtet von Alter, Geschlecht oder Zustand, mag wohl alle wütenden Empiriker verblüffen, die aus Prinzip die Absolute Wahrheit ablehnen. Warum sind sie so ablehnend? Weil Sein Erscheinen in höchstem Grade unvereinbar ist mit der Vorherrschaft des Empirismus. Aber kein noch so widriger Versuch der Empiriker, deren Regeln bis dahin so wunderbar etabliert schienen in den Gehirnen der getäuschten Seelen der Welt, kann irgendjemanden davon abbringen, ausschließlich der Wahrheit zu folgen, wenn die Wahrheit sich anschickt, im reinen kognitiven Wesen seiner Seele Geburt zu nehmen.

Putana ist die Schlächterin der Kinder. Sobald ein Säugling den Mutterleib verlässt, fällt er in die Hände pseudoreligiöser Lehrer. Diese Lehrer sind erfolgreich darin, dem echten Lehrer zuvorzukommen, dessen Hilfe die Atheisten niemals suchen, wenn sie ihre Kinder taufen. Alle etablierten Kirchen dieser Welt gewährleisten dies durch die Vorsorgen, die sie getroffen haben. Ihr einziger Erfolg besteht darin, aufmerksame Putanas zur Verfügung zu stellen, um die spirituelle Zerstörung dieser Menschen von ihrer Geburt an, unter Mithilfe ihrer weltlichen Eltern, zu garantieren. Keine menschliche Erfindungsgabe kann verhindern, dass diese Putanas die Kanzeln in ihrem Besitz haben. Der Grund liegt darin, dass die meisten Leute dieser Welt dem Atheismus gewogen sind. Die Kirche, welche die größte Chance hat, in dieser schrecklichen Welt zu überleben, ist jene atheistische Kirche, die im bequemen Gewand des Theismus agiert. Seit jeher haben die Kirchen bewiesen, dass sie die verlässlichsten Erhalter der gröbsten Formen von Weltlichkeit sind, vor der selbst manch nicht-kirchlicher Kriminelle zurückschreckt.

Ich mache diese Beobachtungen nicht aus einer absichtlichen Opposition gegen den geweihten Klerus. Es mag ja sein, dass der ursprüngliche Zweck der etablierten Kirchen dieser Welt nicht immer verwerflich war, aber keine stabile religiöse Übereinkunft zur Unterweisung der Massen war bisher erfolgreich. Der Höchste Herr Sri Krishna Caitanya auferlegt den Lehrern der ewigen Religion in Übereinstimmung mit den Lehren der Schriften einen Bruch mit althergebrachten Formen. Aber einfach nur mechanisch einem unkonventionellen Leben zu folgen heißt noch nicht, dass dies einen zu einem geeigneten religiösen Lehrer macht. Ein reguliertes Leben ist notwendig, wenn jemand wünscht, die einer bedingten Seele innewohnende Weltlichkeit zu kontrollieren, aber mechanisch ausgeführte Vorschriften haben in dieser Hinsicht noch nie zum Ziel geführt. Das bloße Befolgen fester Doktrinen und Liturgien kann eine Person nicht am wahren Geist der Doktrin oder Liturgie halten. Der echte religiöse Lehrer jedoch ist weder das Produkt noch der Proponent eines mechanischen Systems. In seinen Händen kann kein System zu einem leblosen Regelwerk verkommen.

Die Vorstellung von einer verständlichen, organisierten Kirche markiert in Wahrheit das Ende einer lebendigen spirituellen Bewegung. Die großen kirchlichen Einrichtungen sind die Deiche und Dämme, um einen Fluss aufzuhalten, der durch solche Erfindungen nicht aufgehalten werden kann. Im Grunde spiegeln sie den Wunsch der Massen wider, eine spirituelle Bewegung für ihre eigenen Zwecke auszunutzen. Auch markieren sie unmissverständlich das Ende der absoluten und unkonventionellen Führung durch den echten spirituellen Lehrer. Die Menschen der Welt verstehen zwar vorsorgende Systeme, sie haben aber keine Vorstellung von einem positiven ewigen Leben ohne jede Vorsorge. Zudem kann es auch nie eine irdische Erfindung geben, durch welche das Leben auf dieser weltlichen Ebene permanent erhalten werden könnte. Wer daher geneigt ist, auf eine Verbesserung des weltlichen Zustandes in einem materiellen Sinne durch den weltlichen Erfolg irgendeiner spirituellen Bewegung zu hoffen, liegt völlig falsch. Es sind diese weltlichen Aspiranten, die zu den Schirmherren der verderblichen Rasse der pseudoreligiösen Lehrer werden, zu den Putanas, deren passende Funktion es ist, die theistischen Ansätze bereits im Keim zu ersticken. Eine wahre theistische Neigung aber kann nicht einmal durch die Anstrengungen der Putanas unterdrückt werden. Macht haben die Putanas nur über die Atheisten, und nur für diese willfährigen Opfer führen sie ihre heilsamen Aufgaben aus.

Sobald in der reinen kognitiven Essenz der erwachten Seele die theistische Gesinnung zum Vorschein kommt, werden die Putanas im frühesten Stadium der Annäherung an den neugeborenen Krishna endgültig zum Verstummen gebracht. Der Möchtegern-Töter wird selbst getötet. Und so wird der negative Dienst, den die Putanas unwissentlich den Theisten darbringen, vergolten: all ihre scheinheiligen Bekundungen werden erstickt. Putana möchte ihren Lohn aber nicht bekommen, denn das bedeutete die völlige Zerstörung ihre falschen Identität. Auch König Kamsa will den Dienst dieser seiner vertrautesten Agenten nicht verlieren. Das wirksame Ausschalten der ganzen Rasse dieser pseudoreligiösen Lehrer ist das erste deutliche Anzeichen für das Erscheinen des Absoluten auf der irdischen Ebene. Der echte Lehrer des Absoluten verkündet die Ankunft Krishnas durch sein kompromissloses Auftreten gegen die Scheinlehrer der Religion.

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupada, The Harmonist, Jänner 1932

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam