Nrsimhadeva
 
 
 
 

Lecture of the day

Sri Nrsimhadeva besitzt zwei Seiten. Er ist grauenvoll zu den Dämonen, doch zu den Bhaktas ist Er zuneigungsvoll und fürsorglich. Der folgende Vers aus den Agamas wird von Sridhara Svami in seinem Kommentar zu Srimad Bhagavatam 7.9.1 zitiert:

ugro ’py anugra evayam sva-bhaktanam nr-kesari
kesariva sva-potanam anyesan ugra-vikramah

„Obwohl sehr wild, ist die Löwin zu ihren Jungen außerordentlich zärtlich. In ähnlicher Weise ist Sri Nrsimhadeva grausam zu Dämonen wie Hiranyakasipu, doch voller Zuneigung zu Seinen Bhaktas wie Prahlad Maharaj.“

Dies zeigt die Herrlichkeit von Sri Nrsimhadevas Barmherzigkeit in vollem Ausmaß. Hingabe zu Nrsimhadeva vermehrt bhakti und beseitigt ungünstige, widrige Motivationen. Die Bedeutung des Wortes Hiranyakasipu ist: hiranya – Gold oder Reichtum; kasipu – Bett; d.h. der Wunsch nach Geld und Frauen. Dazu kommt noch der Wunsch nach Ruhm und Ansehen. All dies sind Hindernisse auf dem Pfad der Hingabe. Nrsimhadeva zerstört diese Hiranyakasipu-gleiche Mentalität der Lebewesen und nährt die hingebungsvolle Haltung, wie jene von Prahlada.
Deshalb ist die Gunst Sri Nrsimhadevas, des Vernichters der Hindernisse auf dem Pfad der bhakti, sehr wichtig für Anfänger, die einen Hang zu vergänglichen Dingen besitzen.
Die nächsten beiden Verse verfaßte Sridhara Svami in seinem Kommentar zu den Versen 1.1.1 bzw. 10.87.1 des Srimad Bhagavatam:

prahlada-hrdayahladam bhaktavidya-vidaranam
sarad-indu-rucim vande parindra-vadanam harim

„Laß mich meine Ehrerbietungen dem löwengesichtigen Höchsten Herrn Sri Hari darbringen, der als gebündelte Freude im Herzen Sri Prahlada Maharajas weilt und stets jede Unwissenheit entfernt. Seine Ausstrahlung gleicht dem herbstlichen Glanz des Mondes.“

vah-isa yasya vadane laksmir yasya ca vaksasi
yasyaste hrdaye samvit tan nrsimham aham bhaje

„Jenem Objekt der Verehrung, Sri Nrsimhadeva, auf dessen Lippen Sarasvati, die Göttin der Gelehrsamkeit, tanzt, auf dessen Brust Laksmidevi in der Form einer goldenen Linie weilt und dessen Herz der Wohnsitz des strahlenden Reichtums absoluten Wissens ist, bringe ich meine Ehrerbietungen dar.“

ito nrsimhah parato nrsimho
yato yato yami tato nrsimhah
bahir nrsimho hrdaye nrsimho
nrsimham adim saranam prapadye

„Sri Nrsimhadeva ist hier, Sri Nrsimhadeva ist dort, wo immer ich gehe, ist Sri Nrsimhadeva. Nrsimha ist außerhalb und Nrsimha ist auch in meinem Herzen. Ich nehme Zuflucht bei dieser ersten Erscheinung Sri Nrsimhadevas.“ (Nrsinha Purana)

namas te nara-sinhaya prahladahlada dayine
hiranyakasipor vaksag-sila-tanka-nakhalaye

„Ich bringe Sri Nrsimhadeva meine respektvollen Ehrerbietung dar, der Prahlada Freude schenkt, und der Nägel besitzt, um die steingleiche Brust Hiranyakasipus zu zerreißen.“ (Nrsinha Purana)

tava kara-kamala-vare nakham adbhuta-srngam
dalita-hiranyakasipu-tanu-bhrngam
kesava dhrta-narahari-rupa jaya jagadisa hare

„O Kesava! O Sri Hari, Du hast eine halb Mensch, halb Löwen Form angenommen. Eine Lotusblume ist zwar sehr weich, dennoch sind Deine wunderschönen lotusgleichen Nägel erstaunlich. Der Körper des Dämonen Hiranyakasipu, der einer Bergspitze gleicht, wurde von ihnen zerrissen, weil sie so hart sind. O Herr des Universums, alle Ehre sei Dir!“

 Srila Bhakti Vallabha Tirtha Maharaj

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam