Ist das Chanten der Namen des Herrn das Kronjuwel aller sādhanas?
 
 
 
 

Lecture of the day

Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

Ganz gewiss ist das Chanten der heiligen Namen der höchste sādhana in diesem Zeitalter des Kali. Eigentlich ist es der einzige sādhana in diesem Zeitalter. Das Chanten der heiligen Namen gewährt jede Vollkommenheit. Das Sri Caitanya caritamrta Adi 17.21–25 sagt:

harer nāma harer nāma harer nāmaiva kevalam
kalau nāsty eva nāsty eva nāsty eva gatir anyathā

kali-kāle nāma-rūpe krsna-avatāra

nāma haite haya sarva-jagat-nistāra

 

dārdhya lāgi' 'harer nāma'-ukti tina-vāra

jada loka bujhāite punah 'eva'-kāra

'kevala'-śabde punarapi niścaya-karana

jñāna-yoga-tapa-karma-ādi nivārana

anyathā ye māne, tāra nāhika nistāra
nāhi, nāhi, nāhi — e tina 'eva'-kāra

In diesem Zeitalter des Streites und der Heuchelei ist der einzige Weg zur Befreiung das Chanten der heiligen Namen des Herrn. Es gibt keinen anderen Weg. Es gibt keinen anderen Weg. Es gibt keinen anderen Weg. In diesem Zeitalter des Kali ist der heilige Name des Herrn der Hare-Krishna-mahā-mantra, die Inkarnation Sri Krishnas. Einfach durch das Chanten der heiligen Namen hat jemand direkt Gemeinschaft mit dem Herrn. Jeder, der dies tut, ist mit Sicherheit befreit. Um dies zu betonen, wird in diesem Vers das Wort eva [gewiss] dreimal wiederholt, ebenso wie harer nāma [der heilige Name des Herrn], um es gewöhnlichen Leuten zu verdeutlichen. Der Gebrauch des Wortes kevalam [nur] schließt alle anderen Vorgänge aus, wie etwa das Kultivieren von Wissen, das Ausüben von mystischem Yoga oder von Entsagung oder fruchtbringender Tätigkeiten.
Dieser Vers besagt eindeutig, dass niemand, der einen anderen Weg einschlägt, befreit werden kann. Des halb wird „kein anderer“ dreimal wiederholt: er betont den wirklichen Vorgang zur Selbstverwirklichung. An anderer Stelle im Sri Caitanya caritamrtam heißt es:

nāma vinu kali-kāle nāhi āra dharma
sarva-mantra-sāra nāma, ei śāstra-marma

In diesem Zeitalter des Kali gibt es keinen anderen religiösen Grundsatz als das Chanten des heiligen Namens, der die Essenz aller vedischen Hymnen ist. Das ist die Schlussfolgerung aller Schriften (Adi 7.74).

bhajanera madhye śrestha nava-vidhā bhakti
'krsna-prema', 'krsna' dite dhare mahā-śakti

tāra madhye sarva-śrestha nāma-sankīrtana
niraparādhe nāma laile pāya prema-dhana

Unter den Arten, hingebungsvollen Dienst darzubringen, sind die neun vorgeschriebenen Vorgänge die besten, denn diese Vorgänge besitzen die großartige Macht, Krishna und ekstatische Liebe zu Ihm zu schenken. Von den neun Vorgängen hingebungsvollen Dienstes ist der wichtigste, stets den heiligen Namen des Herrn zu chanten. Wenn das jemand tut und dabei die zehn Vergehen vermeidet, wird er sehr leicht das wertvolle Geschenk der Liebe zu Gott elangen (Antya 4.70–71).
Unter den 64 Zweigen hingebungsvollen Dienstes ist Chanten der wichtigste. Einfach durch das gemeinsame Chanten des heiligen Namens kann man jede Vollkommenheit erreichen. Die neun Arten hingebungsvollen Dienstes sind im Chanten des heiligen Namens enthalten. Die innere Stimmung Sri Caitanyadevas lehrt, dass das Chanten von Krishnas heiligen Namen der einzige Vorgang ist, um das Ziel des Lebens zu erreichen. Wer den heiligen Namen chantet, erlangt alles Glück.
Und wer kann den heiligen Namen des Herrn chanten? Zuerst muss man über den Namen hören. Gemeinsames Chanten ist das Kronjuwel aller sādhanas. Indem es dem heiligen Namen dient, erlangt das Lebewesen die Vollkommenheit. Unsere einzige Aufgabe ist es, die heiligen Namen in der Gemeinschaft von Vaishnavas zu chanten. Das Chanten des heiligen Namens ist das höchste Ziel, wie vom Srimad Bhagavatam eindringlich hervorgehoben wird. Die befreiten Seelen haben keine andere Pflicht, als den heiligen Namen des Herrn zu chanten. Wer den heiligen Namen chantet, ergibt sich völlig den Lotusfüßen des Namens. An dem Tag, da ein Lebewesen die Vollkommenheit im Chanten erlangt, beginnt der heilige Name auf seiner Zungenspitze zu tanzen.
 

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam