Lecture of the day

Śrīla Prabhupāda Bhakisiddhānta

Śrī Gaurasundara lehrte uns, dass wir niedriger werden müssen als das Stroh in der Gasse, um die heiligen Namen des Herrn zu chanten. Solange wir uns nicht für unbedeutend halten, können wir keinen anderen um Hilfe rufen. Nur wenn wir um die Hilfe eines anderen beten, betrachten wir uns als hilflos. In einer solchen Verfassung verstehen wir, dass wir ohne die Hilfe eines anderen gar nichts machen können. Wir werden fühlen, wie unmöglich es ist, etwas alleine zu tun, wofür man fünf Leute braucht.

Śrī Gaurasundara hat uns unterwiesen, die Namen des Herrn zu chanten. Diese Information bekommen wir von unserem spirituellen Meister. Die Namen des Herrn zu chanten bedeutet, Seine Hilfe anzunehmen. Wenn wir während des Chantens Ihn aber als unseren Diener betrachten oder erwarten, dass Er unsere Arbeit erledigt, dann kann keine Rede davon sein, dass wir nach dem Grundsatz „Ich bin niedriger als das Stroh in der Gasse“ leben.

Eine äußere Zurschaustellung von Demut ist nicht notwendigerweise echte Demut, vielmehr ist es Betrug. Unsere Bitte wird den Herrn nicht erreichen, wenn wir Ihn in der Art rufen wie ein Meister seinen Diener. Er ist absolut unabhängig und unter niemandes Kontrolle. Solange wir unser falsches Ich-Bewusstsein nicht transformieren und wahrhaft demütig werden, werden unsere Gebete den höchsten, unabhängigen Herrn nicht erreichen.

Noch etwas: Wir sollten uns während unseres demütigen Chantens daran erinnern, dass unser Chanten unvollkommen bleiben wird, wenn wir nicht auch tolerant werden. Wenn wir unsere Toleranz zeigen, indem wir gierig nach bestimmten Dingen sind, dann verletzen wir den Grundsatz der Demut. Wenn wir vollkommenes Vertrauen darin haben, dass der Höchste Herr die Absolute Wahrheit ist und wir durch das Chanten Seiner Namen kein Elend erfahren werden, dann mangelt es uns nicht an Toleranz. Sobald wir aber gierig werden und unsere Ungeduld oder unsere eigenen Tricks zur Schau stellen, können wir den Höchsten Herrn nicht auf die richtige Art und Weise anrufen.

Oft denken wir, wir erwiesen dem Herrn einen Gefallen, wenn wir Ihm Gebete darbringen – dass wir uns einer anderen Tätigkeit zuwenden könnten als dem Chanten der Namen des Herrn. Eine solche Haltung ist ein Beispiel für einen Mangel an Toleranz. Wir brauchen jemanden, der uns vor einer solchen Haltung beschützt, jemanden, der uns hilft, niedriger zu werden als das Stroh in der Gasse. Ganz sicher müssen wir Zuflucht suchen bei einer Person, die uns von solch sündhaften Neigungen befreit. Śrīla Narottama thākura sagt:

āśraya laiyā bhaje, tāre krișna nāhi tyaje,
āra saba mare akārana

„Krishna weist diejenigen nicht zurück, die Ihm unter der Aufsicht des spirituellen Meisters dienen. Andere sterben einfach umsonst.“

 

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam