Lecture of the day

Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Ţhākura Prabhupāda

Wir verbringen unsere wenigen Tage des Lebens geschäftig damit, uns um den Körper zu kümmern, aber nie denken wir daran, was nach dem Tod kommt oder was unsere Pflicht ist. Die verschiedenen Religionen, denen ein gewöhnlicher Mensch begegnet und die sein gegenwärtiges materielles Denken bestimmen, sind verführerische Religionen. Es heißt in den śāstra:

pŗthivīte yāra kichu dharma-nāme cale 

bhāgavata kahe tāhā paripūrņa chale

Was immer in der Welt im Namen von Religion passiert – das Bhāgavata verurteilt es als Betrug.

Man sollte eine vergleichende Studie machen, um zu entscheiden, ob die menschliche Gesellschaft Fortschritt macht oder zurück bleibt. Die Anhänger mentaler Spekulation bewegen sich immer in einer der Absoluten Wahrheit entgegengesetzten Richtung. Śrī Caitanyadeva lehrte jeden, auf dem Pfad zur Absoluten Wahrheit voranzuschreiten. Sollten sie das tun wollen, ist es notwendig, jene, die stolz behaupten, eins mit dem Brahman werden zu wollen, von ihrem Weg der Illusion abzubringen. Lasst die Menschen etwas Sinnvolles wissen, bevor sie sterben. Tausende indischer Philosophien könnten harmonisiert werden, würde man den Menschen die Möglichkeit geben, mit den Verehrern von Śrī Caitanya in Kontakt zu kommen.
Leute, denen jede Weitsicht fehlt, verbringen ihre Tage damit, Nahrung vermischt mit den Exkrementen von Kakerlaken zu essen in der Meinung, es gäbe nichts anderes zu essen. Manche sagen sogar, es gibt keinen Sinn, in dieser Welt zu leben und denken, es wäre besser, ihrem Leben gleich ein Ende zu setzen. Ihre Philosophie gleicht mehr oder weniger der von Sākhya Sińha. Śrī Śaňkarācārya sagte, dass nur das Brahman wirklich sei und alles andere sei falsch. Jene, die die materialistische Philosophie predigen, verfolgen noch emsiger ihre altruistischen Ideen. Sie sind erpicht darauf, weltliches Wissen anzusammeln. Aber der Gedankenfluss sollte sich dem Spirituellen zuwenden.
Eine entgegen wikende Kraft verführt die Menschen. Indem man über Themen des Höchsten Herrn spricht, kann man davon unberührt bleiben. Wenn man die materielle Welt als Zutat für den Dienst zum Herrn sieht, wird es kein Elend mehr geben. Unsere Not kommt daher, dass wir kein Kŗşņabewusstsein kultivieren. Was immer Kŗşņa in der Bhagavad-gīta gesagt hat, hat Mahāprabhu so zusammengefasst:

jivera ‘svarūpa’ haya – kŗşņera ‘nitya-dāsa’,

kŗşņera ‘taţasthā-śakti’ ‘bhedābheda-prakāśa’

Es ist die wesensgemäße Stellung des Lebewesens, ein ewiger Diener Kŗşņas zu sein, weil es zur marginalen Energie Kŗşņas gehört und als solches eine Manifestation ist, die gleichzeitig eins mit und verschieden vom Herrn ist. (Caitanya-caritāmŗta Mādhya-līlā 20.118)

kŗşņa bhuli’ sei jīva anādi-bahirmukha,

ataeva māyā tāre deya sańsāra-duģkha

Weil es Kŗşņa vergessen hat, wird das Lebewesen seit unvordenklichen Zeiten von den äußeren Merkmalen des Herrn angezogen. Deshalb teilt ihm die blendende Energie (māyā) alle Arten von Elend in seinem materiellen Dasein zu. (Caitanya-caritāmŗta Mādhya-līlā 20.117)

Der Herr sagt: „O Lebewesen, seit unvordenklichen Zeiten lehnst du dich gegen Mich auf. Du könntest genauso gut gottesbewusst sein und Mir dienen, stattdessen forderst du Dienst von Mir. Obwohl du von der Absoluten Wahrheit manifestiert wurdest, bist du materiell bedingt, weil du versuchst, unabhängig zu genießen. Du versuchst der Meister zu sein, aber sei dir gewiss, du bist immer nur der Diener.“Wir sind Diener des Höchsten. Wenn wir, anstatt dem Herrn zu dienen, Dienst von Ihm verlangen, werden wir niemals Glück erlangen. Hari ist der Meister eines jeden, jeder ist Sein Diener. Daher ist es jedermanns Pflicht, hari- kathā zu hören. Materielle Themen sind nicht hari-kathā. Es ist der spirituelle Meister, der hari-kathā spricht, und es sind seine Schüler, die zuhören. Ein Zuhörer muss unterwürfig sein. Wer sich weigert zu hören, wird keinen Nutzen davon haben, wenn jemand hari-kathā zu ihm spricht. Ein Zuhörer muss sowohl gierig danach sein, zuzuhören, als auch danach, Fragen zu stellen. Wenn jemand seine Zeit verschwenden möchte, wird er sich erlauben, vom Strom anderer Gedanken beeinflusst zu werden. Wenn er Glück hat, wird er nur nach reinem hari-kathā suchen. Die śāstra sagen:
तद्‌िनः दुर्दिनं मन्ये मेघाछनं न दुरदिनम् ।

यद्दिनं कृष्ण सम्लाप कथा पीयुष वर्जितः ॥
tad-dinań durdinam manye meghāchhanam na durdinam,

yad-dinań kŗşņa samlāpa kathā pīyuşa varjitaģ

Ein bewölkter Tag ist nicht unglückverheißend, aber ein Tag ohne kŗşņa-kathā ist wahrlich unglückverheißend.

Regelmäßige Tempelprogramme

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam