Lecture of the day

Sripad BS Muni Maharaja

Alle Probleme sind gelöst, wenn wir verstehen, dass wir immer beschützt und rein sind, sobald wir alles in Verbindung mit Krishna sehen. Nichts kann uns Schaden zufügen oder eine Störung verursachen. Sobald ich denke, dass die Umwelt mir etwas schlechtes zufügt und ich ihr etwas schlechtes zufügen sollte, leide ich. Ich bin gestört, gefangen von den gunas – sattva, raja und tamas.

Es ist ganz einfach: Alles ist Kṛṣṇa. Ich bin für Ihn bestimmt. Er ist mein Herr. Was immer geschieht, wurde von Seiner Barmherzigkeit so angeordnet, keine Frage von gut oder schlecht. Es ist immer gut. Für einen Bhakta ist alles in vollkommener Harmonie. Nur Materialisten, die unter dem Einfluss der Illusion stehen, sehen überall Fehler. Wir müssen lernen die Dinge anders zu sehen. Deswegen haben unsere ācāryas so viele Schriften verfasst und so viele Anweisungen gegeben. Durch ihre Bücher und ihr persönliches Beispiel, durch ihre Gemeinschaft müssen wir lernen.

Wir sollten es nicht zu leicht nehmen. Wenn wir die Ebene erreichen, wo wir in Kontakt mit einer reinen Seele kommen, sollten wir nicht denken, das sei gewöhnlich. Sobald diese Gedanken aufkommen ist all unser Fortschritt gestoppt. Die Verbindung ist getrennt. Wir müssen sehr vorsichtig sein in der Gemeinschaft fortgeschrittener Vaishnavas. Wir sollten nicht so schamlos sein und sie für gewöhnliche Lebewesen halten. Wir sollten sehr genau auf unsere Handlungen und auf unser Denken achten, denn all diese Dinge sind sichtbar in der Gemeinschaft von reinen Bhaktas. Wir sollten uns nicht wie ein Elefant im Porzellanladen verhalten. Wenn wir zu fortgeschrittenen Vaishnavas kommen, sollten wir nicht auf solche Weise auftreten, sonst zertrampeln wir all die schönen Pflanzen. Wenn unsere bhakti-lāta, unsere Pflanze der Hingabe, noch sehr klein ist, wird sie zerstört werden, wenn wir nicht aufpassen.

Wir sollten die höheren Vaishnavas nicht durch unsere begrenzten Augen sehen. Sie sind weit jenseits davon. Sie sind nicht auf unserer Stufe. Wir sollten nicht denken: „Oh, er muss essen, er wird krank, er geht auf die Toilette, er macht das Gleiche wie ich. Wo ist der Unterschied? Er trägt saffranfarbene Kleidung, und ich auch, wo ist der Unterschied?“
Wenn wir sehr respektvoll und demütig sind, werden wir erkennen, dass so viele Segnungen und so viel Barmherzigkeit kommen. Aber im allgemeinen sind wir sehr stolz, und wenn wir von dieser „hohen“ Ebene sprechen, dann sind wir sehr grob. Wir denken, dass die höchste Stufe, die es zu erreiche gibt, meine Stufe ist, und wir ziehen alles auf unsere Stufe herab. Aber wir können nur unser winziges Universum sehen, in dem wir uns bewegen, unsere Geisterbahn. Wir können nicht mehr als das sehen. Wenn wir sehr vorsichtig sind, dann werden wir sehr schnell Fortschritt machen.
Das muss unter den Bhaktas besprochen werden: Unabhängigkeit ist unser größter Feind. Ihr solltet das wissen. Unabhängigkeit bedeutet nicht Freiheit, sondern dass ich völlig von māyā gefangen bin. Wenn ich vollkommen von meinem spirituellen Meister und Krishna abhängig bin, dann bin ich wirklich frei. Wir mögen einen Straßenhund sehen und denken, er sei wirklich frei. Er kann hinlaufen, wo immer er will. Aber die meiste Zeit hat er nichts zum Fressen und wird geschlagen. In Indien kann man das sehen. Wenn ein Straßenhund kommt, nimmt sofort jemand einen Stein und wirft ihn nach dem Hund. Aber wenn ein Hund einen Herrn hat, auch wenn er ein kleiner Hund ist, aber sein Herr mit ihm ist, dann wird er auch einen großen Straßenhund anbellen. Und der große Straßenhund wird Angst bekommen, weil sein Herr mit ihm ist.
Sei vorsichtig. Unabhängig zu sein bedeutet unter der Kontrolle der Illusion zu sein. Sei immer, unter allen Umständen, abhängig von der Barmherzigkeit des Herrn. Er mag uns töten oder umarmen, was immer Er möchte. Dann wird er sich so gut um uns kümmern, und wir können ohne Sorge sein. Alles wird reibungslos ablaufen.
Aber wenn du denkst, dass du frei bist, dass du unabhängig bist, niemanden brauchst und dein eigenes Ding machst, was  machst du dann wirklich? Du lebst wie ein Gespenst, ein Straßenhund. Du hast keine Kontrolle. Du hältst dich für frei, aber deine Wünsche jagen dich hin und her und du hast keine Kontrolle. Unabhängigkeit ist unser Feind. Sie ist nicht unser Freund.

 

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam