Lecture of the day

Śrīpad Bhakti Sādhaka Muni Mahārāja

Einmal während eines Vortrages von Śrīpad Muni Mahārāja hat ein Mobiltelefon eines Zuhörers wiederholt geläutet. Jene Person ist aufgestanden und hat den Saal verlassen.
Wir verlieren eine Menge, wenn wir von diesen Dingen abgelenkt werden. Wenn ihr zu einem spirituellen Vortrag oder Programm geht, dann dreht diese Geräte bitte ab.
Ich sage diese Dinge einfach, ich spreche niemanden persönlich an – das ist die jetzt Zeit dafür. Es ist erstaunlich, wie wichtig uns diese Dinge geworden sind. Wir springen sofort auf und verlassen hari-kathā um einen Anruf anzunehmen, weil wir nicht den Wert von hari-kathā erkennen.

Der Zeitpunkt wird kommen, an dem wir für immer diesen Körper und alles, was mit ihm verbunden ist, verlassen müssen. Was werden uns diese Dinge zu dem Zeitpunkt nutzen? Wie wichtig sind sie dann jetzt? Mit Sicherheit sollten diese Dinge nicht am wichtigsten sein, an erster Stelle stehen. Dort sollte Kŗşņa sein. Aber in Wahrheit ist er nicht an erster Stelle und auch nicht an zweiter oder dritter. Er steht an der letzten Stelle. Solange wir nicht viele Probleme und Sorgen haben, werden wir Ihn nicht an die erste Stelle setzen und Ihm unseren Müll opfern. Aber trotzdem wünschen wir sehr  bald, nachdem wir wieder frei sind, wieder in diesen Abfall einzutauchen.
Sogar im Leben jener, die den Tempel besuchen, hat Kŗşņa bestimmt nicht den ersten Platz. Wenn nichts mehr funktioniert, dann kommt man vielleicht in den Tempel. Wenn alles zerbröselt und alles verloren ist, dann kommen die Menschen zu Ihm. Kŗşņa muss uns ein paar Schwierigkeiten bereiten, aber trotzdem glauben wir nicht an Ihn und verschwenden einfach unsere Zeit. Wie wichtig und mächtig ist es dann, hari-kathā zu hören, Geschmack dafür zu entwickeln und zu verstehen, dass hari-kathā Realität ist.
Während wir hari-kathā hören tauchen wir in eine Welt ein, die frei von materiellen Dingen ist. Wir tauchen ein und fühlen uns trotzdem gelangweilt. Das ist die Situation im Kali-yuga, unserem Zeitalter. Für jene, die Geschmack entwickeln, über die heiligen Spiele des Herrn zu hören, und das zu ihrem Lebensinhalt machen, gibt es nicht wichtigeres.
Eines Tages müssen wir diesen Ort verlassen. Jetzt mögen wir hier sein, aber in zehn Sekunden, zehn Tagen, zehn Jahren wird uns alles weggenommen werden. Wenn wir uns nicht an diese Spiele erinnern, werden wir noch einmal Geburt nehmen müssen und allen Arten von schmutzigen Dingen hinterherlaufen, um Genuss zu erlangen. Man kann in dieser Welt – bis zu Brahma-loka – keinen Frieden finden. Es gibt keinen Frieden und kein Glück – diese Dinge existieren nicht in der materiellen Welt.
Wie können wir Anziehung zu hari-kathā verspüren? Das ist nur durch sādhu-saňga möglich – durch die Gemeinschaft jener, die Geschmack entwickelt haben. Unser Guru Mahārāja hatte so viel Geschmack für das Lesen von Śri Caitanya Bhāgavata. Ich werde niemals vergessen, wie viele ekstatische Symptome er manifestierte, während er Śri Caitanya Bhāgavata las. Nach einem Kartika-Monat ging ich nach Purī, um ihn aufzusuchen. Während dieser Zeit las ich ebenfalls jeden Tag Śri Caitanya Bhāgavata. Es war das erste Mal, dass ich diese Bücher lesen konnte, ich konnte mich an Gurudeva erinnern und diese Wirklichkeit spüren. Das was sie sprechen ist nicht gewöhnlich. Jene Worte sind Wirklichkeit. Es ist die Wahrheit, die tatsächliche Wahrheit. Und diese göttlichen Spiele finden statt, sogar jetzt, in diesem Augenblick. Wenn man diese Spiele liest, dann kann man eintreten und in der spirituellen Welt sein.
Wenn aber auf der anderen Seite so viele Dinge wichtiger als diese ewigen Spiele sind, wie kann man dann eintreten? Wie kann man sie verstehen. Anstatt dessen wird man Abneigung gegenüber dem Hören entwickeln. Dann beginnt man zu denken hari-kathā sei ‚in Ordnung‘, etwas, das man zu tolerieren hat.

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam