Lecture of the day

Srila BP Puri Gosvami

Kurzum, nach der Einweihung in den heiligen Namen eine Fassade von Dienst zum spirituellen Meister zu erstellen und in Wahrheit ein launenhaftes, unreguliertes Leben des Sinnengenusses zu führen, ganz entgegengesetzt zu seinen Anweisungen und denen der Vaishnavas, wird niemals als auf der Ebene der Spiritualität betrachtet, und der Anspruch, ein Schüler zu sein, geht verloren. Ohne die Anweisungen des Meisters zur Gänze zu befolgen, kann man nie und nimmer zu seinem Glück beitragen, ganz zu schweigen zum Glück anderer! Die eigentliche Bedeutung des Ausdruckes „Dienst zum Guru“ besteht darin, alle wichtigen Anweisungen des Gurus aus Büchern, Magazinen oder Briefen zu sammeln und in majestätischen Versammlungen gleichgesinnter Bhaktas zusammenzusitzen, um die innere Bedeutung dieser Anweisungen gemeinsam zu entschlüsseln zu versuchen. Auf solchen Weise sollte man versuchen, für sich selbst den wahren Reichtum des spirituellen Meisters zu erlangen. In einer Episode des Ekalavya wurde ein Jäger allein durch die Meditation über Dronacharya als seinen Guru ein berühmter Bogenschütze, aber als dieser von dessen Treffsicherheit erfuhr, missfiel ihm das, weil es nicht seinen Plänen entsprach. In ähnlicher Weise müssen wir bei jedem Schritt erkennen, ob wir den spirituellen Meister mit unserem Handeln erfreuen oder nicht. „Dienst zum Guru“ kann nicht heißen, dass wir launisch und ohne nachzudenken handeln und uns nicht darum kümmern, ob es unseren Meister erfeut oder nicht. Der spirituelle Meister wird dieses unabhängige Benehmen eines solch arroganten Schülers nie als Dienst annehmen. Auch kann „Dienst zum Guru“ nicht bedeuten, um des Ansehens willen in eifersüchtigen Wettstreit mit anderen Bhaktas des Herrn zu treten, verlockt von der Gier, vielversprechende Schüler und Reichtum zu bekommen. In der Ausführung echten Dienstes ist kein Platz für Arroganz. Wenn die Tage so vergehen, wird der Schüler immer bescheidener, Toleranz und Respekt für andere steigen an, und gleichzeitig trachtet er auch nicht mehr nach Respekt für sich selbst, und mit diesen göttlichen Eigenschaften wird die Zunge darauf eingestimmt, stets den heiligen Namen zu chanten. Wenn der spirituelle Meister erfreut ist, werden alle Vollkommenheit auf natürliche Weise wie von selbst erlangt.
Zu dieser Zeit gibt es dann keine Unterscheidung mehr zwischen dem Namen, der Form und den Eigenschaften des Herrn. Der Name wird als völlig transzendent zu materiellen Eigenschaften erkannt, ohne die geringste Spur der Erscheinungsweisen der Natur. Bei völliger Vermeidung der zehn Vergehen wird sich der reine Name manifestieren, und das wird einen dazu qualifizieren, die Gnade des Herrn zu empfangen. Der spirituelle Meister ist aus Mitgefühl von der spirituellen Welt herabgekommen, um diese Liebe zu Gott an alle bedingten Seelen zu verteilen, und welche Mühen hat er nicht dafür auf sich genommen! Der einzige Preis, diese reine Hingabe zu erlangen, ist intensive Gier danach, sie zu erlangen, frei von Heuchelei.

Regelmäßige Tempelprogramme

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam