Lecture of the day

Śrīla Bhakti Promoda Purī Gosvāmī

Die großen Autoritäten oder mahājanas sagen, dass das Praktizieren von Hingabe rein unter dem Einfluss von Regeln und Regulierungen nur zu dem majestätischen Aspekt des Herrn in Vaikuņţha führt, nicht zu dem Aspekt welcher in Vraja weilt. Um Vraja zu erreichen muss man rāgānuga-bhakti praktizieren. Das steht im Caitanya-caritāmŗta 1.3.15:

sakala jagate more kare vidhi-bhakti

vidhi-bhaktye vraja-bhāva pāite nāhi śakti

“Jeder in der Welt verehrt mich laut den regulativen Prinzipien, doch durch den Vorgang von vaidhi-bhakti kann man nicht die liebevolle Gemütsstimmung der gopīs in Vŗndāvana erreichen.”

 

Der obige Vers verdeutlicht, dass nur die Verehrung auf dem rāga-Pfad zum Dienst Krishnas in Vraja führt. Allerdings, was wir verstehen sollten ist; wenn jemand denkt dass die verschiedenen regulativen Prinzipien des vidhi-mārga übergegangen werden können bevor man reif für die Manifestation von rāgānuga-bhakti ist, wird diese Person ein Heuchler und prākŗta-sahajiyā werden. Aus diesem Grund hat Bhaktivinoda Ţhākura in Kalyāna-kalpa-taru geschrieben:

vidhi-mārga-rata jane  vādhīnatā-ratna dāne

rāga-mārge karāņa praveśa

rāga-vaśavartī haiyā   ārakīyā bhāvāśraye

labhe jīva kŗşņa-premāveśa

“Jener Person, die fixiert in den regulativen Prinzipien ist, gibt der Heilige Name das Juwel der Unabhängigkeit und plaziert ihn auf dem Pfad der spontanen Hingabe. Diese Person, überwältigt durch spontane Anhaftung an den Herrn, nimmt Zuflucht bei der parakīyā-Gemütsstimmung und vertieft sich immer mehr in der Liebe zum Herrn.”

Jemand der nach dem letztendlichen Ziel von reiner Liebe zu Kŗşņa strebt, sollte damit beginnen bei einem spirituellen Meister, gemäß den schriftlichen Unterweisungen Zuflucht zu suchen und dem vidhi-mārga zu folgen, indem er kontinuierlich den Heiligen Namen des Herrn chantet. So wird er sehr schnell die Qualifikationen erlangen, die notwendig sind für die Manifestation von spontaner Anziehung. Sobald die unerwünschten Elemente des Charakters (anarthas) zerstört sind, erwacht spontane Zuneigung automatisch. Auf der anderen Seite, wenn jemand sich noch nicht von diesen unerwünschten Elementen gereinigt hat, werden Diskussionen über Themen für die er nicht qualifiziert ist, mit großer Wahrscheinlichkeit verheerende Konsenquenzen haben.

Es ist verfrüht zu denken, dass sobald jemand Zuflucht genommen hat bei einem spirituellen Meister, er das Recht hat Bücher zu lesen wie Rāsa-paņcādhyāya aus dem Bhāgavatam, Gopīgītā, Uddhavāsańvāda, oder Govinda-līlāmŗta und Kŗşņa-bhavanāmŗta, die Lieder von Caņďīdāsa and Vidyāpati, Jagannātha-vallabha-nāţaka, Kŗşņa-karņāmŗta, Gītā-govinda und andere Bücher dieser Art. Die unausweichlichen Konsequenzen des frühzeitigen Eintritts in Bereiche wo Kŗşņa und Rādhārāņīs intime Spiele stattfinden sind, dass man herabfällt und unzulässigen, sexuellen Aktivitäten nachgeht.

Regelmäßige Tempelprogramme

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam