Lecture of the day

Srila BR Sridhara Gosvami

Alles ist dem Genuss des Herrn bestimmt. Wenn wir dieses Prinzip des Lebens verstehen können, dann ist es unsere Pflicht, nur das zu nehmen, was Er bereits genossen hat.

Wir sollten uns dem Göttlichen, der Wirklichkeit in dieser Gesinnung der Hingabe nähern. Wenn wir uns diese Angewohnheit aneignen, dann können wir vollkommen frei von der illusionierenden Energie sein. Alle Pflichten sollten in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Zentrums – oder auf einer noch höheren Ebene in Übereinstimmung mit Seinen Launen – ausgeführt werden.

Der Autokrat hat den Weg vorgegeben, und ich sollte nur diesem Weg folgen. Wenn ich nicht folge oder still stehe, dann ist das ein Vergehen. Und wenn ich in eine andere Richtung gehe, dann ist das auch ein Vergehen. Wir müssen den Fußspuren des Autokraten folgen. Der wichtigste Aspekt des höheren Lebens besteht darin, den Fußspuren des Autokraten in einer dienenden Haltung zu folgen. Das ist der wahre Pfad. Alle unsere Illusionen werden bezwungen sein, wenn wir nur dieses Prinzip im Leben annehmen. Wenn wir uns nicht darum bemühen, dann ist das sogar ein Vergehen gegen uns selbst. Und wenn wir dagegen handeln, dann ist das auch ein Vergehen. Das ist das Gesetz, das über allen Gesetzen steht. Und in unserem eigenen Interesse müssen wir uns das zu Herzen nehmen. Wir folgen mit festem Vertrauen Seinen Fußspuren. Es kann hier kein anderes Gesetz bestehen, denn Er ist tatsächlich der absolute Herrscher. Wir werden nicht die Verlierer sein, weil Er ein süßer und liebevoller Autokrat ist. Er ist ein Autokrat, aber Er ist süß. Und wir werden auch Süße, Erfüllung und Liebe erlangen, wenn wir den Fußspuren dieses Autokraten folgen. Schönheit ist der Autokrat, Süße ist der Autokrat, Liebe ist der Autokrat – und das ist jenseits aller Gesetze. Dieser dynamische Charakter verlangt von uns, jenen Fußspuren auf den Millimeter genau überall hin zu folgen.
Sri Uddhava wird von Sri Krishna selbst als der größte Verehrer beschrieben. Natürlich bewundert Uddhava die Liebe der Gopis für den Herrn, aber noch mehr Risiko ist in jener Art von göttlicher Liebe, wenn Opposition gegenüber der Süße auch zum Dienst wird, wenn die Diener die Grenzen des Meisters übertreten. Dienst, vollkommene Hingabe, hat solch eine Position. Dienst erreicht solch eine Nähe, dass sogar der höchste absolute Herrscher zu Seinen Verehrern herabsteigt. Solch ein riskanter Dienst ist möglich.

 

आज्ञायैवं गुणान्दोषान्मयादिष्टानपि स्वकान् ।
धर्मान्सन्त्यज्य यः सर्वान्मां भजेत स तु सत्तमः ॥

ājñāyaivam gunān doshān   mayādishtān api svakān
dharmān santyajya yah sarvān   mām bhajeta sa tu sattamah

Man muss dem Gesetz der Gesellschaft gehorchen. Aber es besteht die Möglichkeit das Gesetz zu übertreten um seine Loyalität dem König gegenüber zu zeigen. Wenn jemand Leben und Ansehen riskiert, das allgemeine Gesetz übertritt und in die königlichen Gemächer eindringt, um einen Attentäter zu überwältigen, dann wird er als der beste und ergebenste Diener angesehen werden. (SB 11.11.32)
In ähnlicher Weise sagt der Herr: „Ich habe in den Schriften bereits die Anordnung gegeben: ‚Mach dieses und du wirst erhoben werden.‘ Wenn jemand Meine früheren Anordnungen, die für eine bestimmte Stufe gedacht waren, missachtet, um Meinen Fußspuren nachzufolgen, dann wird er mit Sicherheit erhoben werden.
Kleidung, Essen oder was immer wir tun, sollte mit Seiner Zustimmung geschehen, indem wir Seinen Fußspuren folgen. Wir sollten alles in diesem Bewusstsein, in Gottesbewusstsein oder Krishna-Bewusstsein, ausführen. Gott ist Schönheit und Er ist der unumschränkte Herrscher. Was immer unsere Beschäftigung sein wird, wir werden sie mit Hilfe von Krishna-Bewusstsein im Herzen ausführen und göttliche Hilfe jenseits unserer kühnsten Vorstellungen wird zu uns kommen. Untätig zu sein oder ohne die richtige Einstellung, ohne das richtige Bewusstsein, zu handeln wird zu unserem Nachteil sein. Wir sollten alles, was wir tun, jeden Schritt im richtigen Bewusstsein ausführen. Wir sollten alles auf legale Weise ausführen im höchsten Sinne des Wortes „legal“, das in diesem Zusammenhang bedeutet: Er, der das Gesetz festlegt. Wir werden immer in Übereinstimmung mit Seinem Willen handeln, dem Willen des absoluten Herrschers Sri Krishna. Das ist die Essenz. Wir werden weiter im Krishna-Bewusstsein fortschreiten und jedem Schritt auf diese Weise setzen. Wir werden weiterhin essen, schlafen und all unsere Pflichten ausführen, aber immer in der Gemeinschaft Krishnas. Was immer wir tun, muss im Krishna-Bewusstsein getan werden, sonst sind alle Anstrengungen umsonst.
 

  • Das Unkraut, das die bhakti-Pflanze erstickt

    Śrīla Bhakti Rakşak Śrīdhara Gosvāmī

    Frage: Warum geben so viele Personen, die Kŗşņa-Bewusstsein praktizieren, aus welchen Gründen auch immer die einmal erlangte Gemeinschaft mit bhaktas wieder auf?

    Śrīla Śrīdhara Gosvami: Im Allgemeinen ist das Leben der vollkommenen Hingabe keine leichte Sache. So viele Schwierigkeiten tauchen auf dem Weg auf: unsere früheren Neigungen und auch die Möglichkeit, aufgrund unseres freien Willens Vergehen durch die Wahl der Gedanken, Sprache und Taten zu begehen. Unser freier Wille ist fehlerhaft, nicht vollkommen. Er ist schwach und begrenzt. Sādhana bedeutet, etwas aufzugeben und etwas Neues anzunehmen und innerhalb dieses Vorganges können so viele Schwierigkeiten und Störungen aus unseren früheren Neigungen kommen, die es uns nicht erlauben ohne Probleme voranzuschreiten. Obwohl ich weiß, dass das eine höhere Form des Dienstes ist, erlauben mir meine frühere Neigungen nicht, das anzunehmen und die notwendigen Entsagungen und Prüfungen abzulegen. Es gibt so viele Probleme – wie Unkraut.

  • Vaişņava Sannyāsa

    Śrīla Bhakti Rakşaka Śrīdhara Gosvāmī

    Frage: Śrī Caitanya hat an alle Vaişņavas die Anordnung gegeben zu predigen, was ist dann der besondere Nutzen des Lebensstandes von sannyāsa in unserer sampradāya, wenn Mahāprabhu gesagt hat, dass es in diesem Zeitalter, kali-yuga, verboten ist?
    Śrīla Bhakti Rakşaka Śrīdhara Gosvāmī: Die Antwort wird im Śrī Caitanya-caritāmŗta gegeben. Diese Frage stellt sich nicht nur für die Gaudiya-sampradāya, sondern auch für Nachfolger von Rāmānuja, Madhvācārya und sogar Śaňkarācārya. Die Buddhisten kümmern sich nicht um die Anweisungen der Purāņas, aber die Śaňkara-Schule und die Vaişņava-Schulen akzeptieren sannyāsa. Śaňkarā war ein sannyāsī, ebenso die meisten seiner Nachfolger. Und das gilt auch für die Rāmānuja-, Madhvācārya- und Vişņusvāmī-sampradāya. Die Erklärung ist wie folgt:
    Im kali-yuga ist sannyāsa im Sinne von striktem karma-sannyāsa verboten. Karma-sannyāsa bedeutet, dass man alles aufgibt, und diese Art von sannyāsa ist im kali-yuga nicht möglich.

  • Göttliche Entfaltung

    Frage: Wenn jemand behauptet, dass der Guru selbst persönlich zurückkehrt [um den Schüler zu befreien], ist das dann ein materielles Verständnis, ein falsches Verständnis?

  • Śrī Nityānanda Prabhu

    Mahāprabhu hat nicht so viele heilige Orte besucht. Er hat hauptsächlich den Süden Indiens bereist, nicht so sehr den Norden, außer Vrindāvana und Prayāga.

    Dvārakā und Badrinārāyana wurden von Mahāprabhu ausgelassen, aber Nityānanda Prabhu hat alle Pilgerorte besucht, die es in Indien gibt. Nach Mādhavendra Purīs Verscheiden wanderte Er zu allen heiligen Orten. In der Zwischenzeit kehrte Mahāprabhu aus Gayā zurück und begann Sein sankīrtana-līlā in Navadvīpa.

    Nityānanda wanderte überall umher und zuletzt kam Er nach Vrindāvana. Er war auf der Suche nach etwas Bestimmten, denn im Inneren identifizierte Er sich mit Baladeva. Als Er mit Krishna hier war, fühlte Er eine bestimmte Anziehung für Ihn. Als Er schließlich am Ende Seiner Pilgerreise nach Vrindāvana kam, begann Er sehr genau danach zu suchen, aber Er konnte nichts finden. Dann wurde Er von innen inspiriert. „Wo kann ich Krishna finden? Er ist jetzt in Navadvīpa. Dort werde ich hin gehen.“ Mit dieser Inspiration im Herzen erreichte Er Navadvīpa Dhāma. Mahāprabhu hatte bereits Seine sankīrtana-Bewegung begonnen und in der Nacht im Traum sah Er, dass jemand mit einem Streitwagen kam, auf dessen Spitze die Fahne einer Palme war, und Er hat gefragt, „Wo ist Nimāi Panditas Haus? Wo ist Nimāi Panditas Haus?“ Jemand hat Ihm dann gesagt: „Hier ist Nimāi Panditas Haus.“

    Mahāprabhu hat Seinen Anhängern offenbart: „Eine große Persönlichkeit ist letzte Nacht nach Navadvīpa Dhāma gekommen. Ihr, (Śrīvāsa und andere) solltet versuchen, diese große Person ausfindig zu machen.“ Die Vaishnavas versuchten ihr bestes, sie suchten in allen Ecken und Winkeln, aber konnten Śrī Nityānanda Prabhu nirgendwo finden. Sie berichteten Mahāprabhu: „Wir haben alles versucht, aber wir konnten keine Spur einer noblen Person, eines Heiligen oder irgendeines großen Mannes entdecken.“

  • Der freie Fluss 
des Absoluten

    Ich muss das Gefühl haben, dass ich mit dieser Welt nicht zufrieden bin – Leben, Tod, Qualen, all diese Dinge, janma-mrityu-jarā-vyādhi.

  • Die wunderbare Natur der Seele

    Das Bhagavatam sagt: muhyanti yat sūrayah. Am Anfang gibt das Bhagavatam diese Warnung, diese Ermahnung an die Gelehrten: „Ihr werdet alle sprachlos sein, wenn ihr versucht, auf diese Ebene zu gelangen.

  • Jenseits des Yogis

    Frage: Warum benutzen die Gauḍiya Vaishnavas für ihren Dienst zu Krishna keine Yogatechniken wie yoga-āsanas, prānayama usw.?

  • Intensives Vertrauen

    Krishna ist die Ekstase in Person und Er fühlt, kostet und genießt sich selbst. Aber nur durch Vertrauen ist es möglich, diese Ekstase und Freude auf andere zu übertragen und zu verbreiten.

  • Das Erwachen aus dem Traum

    अविस्मृतिः कृष्णपदारविन्दयोः
क्षिणोत्यभद्राणि च शं तनोति ।

    सत्त्वस्य शुद्धिं परमात्मभक्तिं
ज्ञानं च विज्ञानविरागयुक्तम् ॥

  • Über jedem Gesetz

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Alles ist dem Genuss des Herrn bestimmt. Wenn wir dieses Prinzip des Lebens verstehen können, dann ist es unsere Pflicht, nur das zu nehmen, was Er bereits genossen hat.

  • Die übermentale Ebene

    Frage: Was sollte die Haltung sein, während wir bhajan oder kīrtana ausführen?
    Srila Sridhara Maharaja: Meditation von formeller Natur hat hierbei keine große Wirkung.

  • Der Herr der Liebe

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Bhagavan bedeutet bhajanīya-guna-viśishtha: Er besteht aus solcher Substanz. Dass wenn wir mit Ihm in Berührung kommen, wir uns Ihm ergeben, Ihn verehren und unser Interesse mit Seinem eins werden lassen wollen. Wir möchten springen und uns zu Seinen Füßen werfen. Wir werden denken: „Wonach ich gesucht habe, der Herr meines Herzens, ich hab Ihn hier! Ich möchte nichts anderes mehr.“

  • Wahre Bildung

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Wie ist es möglich, dass jemand fähig ist, die universale Welle zu empfangen, wenn sein Geist völlig in alle Arten lokaler Interessen vertieft ist? Nur jemand, der alle Arten von lokalen Interessen aufgegeben hat und begierig ist, die universale Welle zu verstehen, kann die Dinge klar sehen. Arthesv abhijñah svarāt (SB 1.1.1): Was ist der Zweck von Bewegung in dieser Welt? Die Antwort ist klar: für Sich Selbst. Die Wirklichkeit ist für Sich Selbst, nicht um viele zufrieden zu stelle, sondern Einen.

  • Eine Marionette in den Händen des Unendlichen

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Fehlerfinden ist keine sehr gute Eigenschaft. Wir sollten die guten Eigenschaften sehen, das Gute im Universum. Und wir sollten predigen, dass das höchste Gute im Krishna-Bewusstsein zu finden ist. Eine positive Sache muss uns völlig in ihren Bann ziehen. Es ist nicht unsere Position andere zu beschuldigen, sondern das Gute herab zureichen. Das sollte unser oberstes Ziel im Leben sein. Wenn du versuchst, in jedem Fehler zu finden, wenn du aufgrund deines eigenen Interesses andere kritisierst, dann werden genau diese Fehler zu dir kommen – besonders dann, wenn das in der Gesellschaft von Vaishnavas stattfindet. Wenn du dich mit dem Gift im Körper eines anderen verbindest, dann wird das Gift in dich eindringen.

  • Bin ich dieser Körper?

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Ich bin nicht dieser physische Körper. Meine eigene physische Identifikation sollte hinterfragt werden, wenn ich mich zu sehr an die physische Schülernachfolge festklammere. Wer bin ich? Bin ich dieser physische Körper? Wenn ich spirituell bin, dann sollte ich auf der spirituellen Ebene meine spirituellen Augen benutzen und jedem nachfolgen, der tatsächlich Mahaprabhus Pfad folgt.

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam