Lecture of the day

Krishna ist die Ekstase in Person und Er fühlt, kostet und genießt sich selbst. Aber nur durch Vertrauen ist es möglich, diese Ekstase und Freude auf andere zu übertragen und zu verbreiten.

Vertrauen ist die innere Natur der hladinī-śakti, der Freudenenergie, die vollständig von Srimati Radharani repräsentiert wird. Sie kann vollkommenes Krishna-Bewusstsein auf die anderen Diener übertragen. Vertrauen ist Srimati Radharanis Ausstrahlung, durch dessen Licht andere Krishna verstehen können. Wenn das Negative sich mit dem Positiven verbindet, dann wird diese Verwirklichung an alle anderen negativen Teile verteilt. Das zentrale ‚Mutter‘-Negative kann dieses Vertrauen und diese Freude erweitern und aussenden. Śraddhā, Vertrauen, ist eine ganz besondere Substanz, über die wir mehr erfahren sollten. Es ist keine bloße abstrakte Sache.

Wir sind in dieser materiellen Welt wachsam, aber es gibt andere, die vollkommen wach in der Ebene des Vertrauens sind, während diese Welt der Materie, des greifbaren Genusses und der Ausbeutung Nacht für sie ist. Das ist weit, weit entfernt von ihrer Vorstellung. Aufgrund von Vertrauen, śraddhā, sind sie vollkommen in die Welt des Dienstes eingetaucht. 

Vaishnavas stören Seinen süßen Willen nicht

Für sie ist sogar der Wunsch, Krishna zu sehen, eine Art von Genuss. Sie denken: „Nein, wir werden Krishnas süßen Willen nicht stören. Wann immer Er möchte, kann Er nach uns rufen und dann werden wir eine Gelegenheit haben, Ihn zu sehen – sonst nicht.“ Wenn ich zu meiner eigenen Befriedigung wünsche, Krishna zu sehen – „Oh Krishna, komme und stehe vor mir, so dass ich Dich sehen kann und meine Augen und mein inneres Verlangen gestillt werden“ – das ist eine Art von Auferlegung unserer ausbeuterischen Natur. Ein Vaishnava möchte das nicht. Wirkliche Vaishnavas lassen solche Gedanken nicht in ihren Geist eintreten, sondern sie pflegen diese Haltung: „Wann immer Er möchte, kann Er mich rufen und dann werde ich eine Gelegenheit haben, Ihn zu sehen.“

Der Gipfel der Hingabe

Madhavendra Puri erhielt seinen Körper, indem er nur das zu sich nahm, was von selbst zu ihm kam, ohne von anderen zu betteln – andernfalls fastete er. Eines Tages kam Krishna selbst zu ihm und gab ihm zu essen. Er fragte: „Warum, Puri, gehst du nicht und bettelst um dein Essen? Warum handelst du so und fastest du manchmal?“ Wenn wir diese Begebenheit hören, mögen wir denken, Madhavendra Puri war äußerst vom Glück begünstigt. Krishna kam selbst und versorgte ihn mit Essen. Aber wir können noch höhere Hingabe in Srila Sanatana Gosvami feststellen.
Als Srimati Radharani einmal zu Rupa Gosvami kam, um ihm die notwendigen Zutaten für paramānna, Milchreis, zu bringen, war Srila Sanatana Gosvami im Innersten sehr gestört.
„Was soll das Rupa? Hast du irgendwelche Wünsche für mich gehegt?“
„Ja das habe ich, mein Herr, mein Gurudeva. Ich dachte, wenn ich etwas Milch und Reis bekäme, dann könnte ich paramānna für dich zubereiten, den du sehr magst. Dann würde ich dich einladen, dieses prasādam zu akzeptieren.“
„Oh, du hast einen großen Fehler begangen! Das schmeckt so gut, ich habe noch nie so etwas schmackhaftes in dieser Welt gekostet. Deswegen muss es einen außergewöhnlichen Ursprung haben. Wer gab dir die notwendigen Zutaten für diese Zubereitung?“
Srila Rupa Gosvami antwortete: „Ein Mädchen kam und gab sie mir im Namen ihrer Familie.“
Srila Sanatana Gosvami wollte herausfinden, wer das Mädchen war, aber es konnte nirgenwo im benachbarten Dorf gefunden werden. Sanatana Gosvami konnte verstehen, dass Srimati Radharani selbst gekommen war und diese Zutaten gebracht hatte.
„Wir trachten danach, Ihr zu dienen, und Sie kommt und dient uns? Was soll denn das? Das ist genau das Gegenteil! Mein lieber Bruder, was hast du nur getan? Du wolltest mir etwas geben und das wurde von Ihr geliefert? Wir suchen nach Ihr, um Ihr zu dienen, aber Sie kam, diente uns und ging weg. Das ist ein großes Unglück.“ Er war äußerst unzufrieden und verließ den Ort mit diesen Gedanken. Rupa Gosvami konnte dieses prasādam nicht annehmen. Er dachte: „Ich habe meinen Guru Srila Sanatana Gosvami eingeladen, um ihm zu dienen, um ihn zu erfreuen. Aber genau das Gegenteil war das Ergebnis: er ging unzufrieden weg.“ Er lief Sanatana Gosvami nach und versuchte, ihn zu besänftigen.
Wir sehen, dass Krishna selbst Madhavendra Puri zu essen gegeben hat, und das mag als großes Glück angesehen werden. Aber in diesem Beispiel mit Srila Rupa und Srila Sanatana Gosvami wurde ein ähnlicher Fall als großes Unglück betrachtet. Auf einer höhereren Stufe der Hingabe gibt es niemals den Wunsch, dass Krishna oder Seine Gefährten uns dienen oder etwas bringen, oder dass Er sich uns zeigt. Ihm unseren Willen aufzuerlegen ist eigentlich nicht wirklich Dienst. Ihm steht es frei, zu tun,was immer Er möchte. Und was immer von uns verlangt wird – wir werden uns glücklich schätzen, wenn wir Gelegenheit bekommen, das zu geben. Wir sollten all unsere Wünsche bis zum Äußersten ausräumen und uns völlig den Anweisungen des höchsten Herrn unterordnen, der niemals einer Anordnung oder einem Wunsch von uns zu folgen hat.

Das Vertrauen der höheren Vaishnavas

Von Natur aus ist Er begierig, Seinen Verehreren alles zu geben – yoga kshemam vahāmy aham. Aber die höheren Vaishnavas möchten nicht, dass Krishna ihnen irgendetwas bringt oder dass Er ihnen dient. So rein ist ihre Hingabe. Aufgrund ihres Vertrauens denken sie: „Er ist mein Herr. Ich möchte nicht Seinen darśana erlangen, nur um meine niedrige Fähigkeit der Wahrnehmung zu befriedigen. Zu denken, „wenn ich Ihn sehen kann, dann werde ich zufrieden sein, dass Er existiert,“ ist eine niedere Form des Vertrauens. Wir haben keine Fähigkeit, Ihn zu sehen. Ihn zu unserem Objekt zu machen, während wir selbst die Postition des Subjektes beibehalten, ist eine niedere Form des Vertrauens. Aber höheres, intensiveres Vertrauen beweist, das Er ist. Diese wunderbare Ursache von allem – Er – ist gegenwärtig.

 

  • Das Unkraut, das die bhakti-Pflanze erstickt

    Śrīla Bhakti Rakşak Śrīdhara Gosvāmī

    Frage: Warum geben so viele Personen, die Kŗşņa-Bewusstsein praktizieren, aus welchen Gründen auch immer die einmal erlangte Gemeinschaft mit bhaktas wieder auf?

    Śrīla Śrīdhara Gosvami: Im Allgemeinen ist das Leben der vollkommenen Hingabe keine leichte Sache. So viele Schwierigkeiten tauchen auf dem Weg auf: unsere früheren Neigungen und auch die Möglichkeit, aufgrund unseres freien Willens Vergehen durch die Wahl der Gedanken, Sprache und Taten zu begehen. Unser freier Wille ist fehlerhaft, nicht vollkommen. Er ist schwach und begrenzt. Sādhana bedeutet, etwas aufzugeben und etwas Neues anzunehmen und innerhalb dieses Vorganges können so viele Schwierigkeiten und Störungen aus unseren früheren Neigungen kommen, die es uns nicht erlauben ohne Probleme voranzuschreiten. Obwohl ich weiß, dass das eine höhere Form des Dienstes ist, erlauben mir meine frühere Neigungen nicht, das anzunehmen und die notwendigen Entsagungen und Prüfungen abzulegen. Es gibt so viele Probleme – wie Unkraut.

  • Vaişņava Sannyāsa

    Śrīla Bhakti Rakşaka Śrīdhara Gosvāmī

    Frage: Śrī Caitanya hat an alle Vaişņavas die Anordnung gegeben zu predigen, was ist dann der besondere Nutzen des Lebensstandes von sannyāsa in unserer sampradāya, wenn Mahāprabhu gesagt hat, dass es in diesem Zeitalter, kali-yuga, verboten ist?
    Śrīla Bhakti Rakşaka Śrīdhara Gosvāmī: Die Antwort wird im Śrī Caitanya-caritāmŗta gegeben. Diese Frage stellt sich nicht nur für die Gaudiya-sampradāya, sondern auch für Nachfolger von Rāmānuja, Madhvācārya und sogar Śaňkarācārya. Die Buddhisten kümmern sich nicht um die Anweisungen der Purāņas, aber die Śaňkara-Schule und die Vaişņava-Schulen akzeptieren sannyāsa. Śaňkarā war ein sannyāsī, ebenso die meisten seiner Nachfolger. Und das gilt auch für die Rāmānuja-, Madhvācārya- und Vişņusvāmī-sampradāya. Die Erklärung ist wie folgt:
    Im kali-yuga ist sannyāsa im Sinne von striktem karma-sannyāsa verboten. Karma-sannyāsa bedeutet, dass man alles aufgibt, und diese Art von sannyāsa ist im kali-yuga nicht möglich.

  • Göttliche Entfaltung

    Frage: Wenn jemand behauptet, dass der Guru selbst persönlich zurückkehrt [um den Schüler zu befreien], ist das dann ein materielles Verständnis, ein falsches Verständnis?

  • Śrī Nityānanda Prabhu

    Mahāprabhu hat nicht so viele heilige Orte besucht. Er hat hauptsächlich den Süden Indiens bereist, nicht so sehr den Norden, außer Vrindāvana und Prayāga.

    Dvārakā und Badrinārāyana wurden von Mahāprabhu ausgelassen, aber Nityānanda Prabhu hat alle Pilgerorte besucht, die es in Indien gibt. Nach Mādhavendra Purīs Verscheiden wanderte Er zu allen heiligen Orten. In der Zwischenzeit kehrte Mahāprabhu aus Gayā zurück und begann Sein sankīrtana-līlā in Navadvīpa.

    Nityānanda wanderte überall umher und zuletzt kam Er nach Vrindāvana. Er war auf der Suche nach etwas Bestimmten, denn im Inneren identifizierte Er sich mit Baladeva. Als Er mit Krishna hier war, fühlte Er eine bestimmte Anziehung für Ihn. Als Er schließlich am Ende Seiner Pilgerreise nach Vrindāvana kam, begann Er sehr genau danach zu suchen, aber Er konnte nichts finden. Dann wurde Er von innen inspiriert. „Wo kann ich Krishna finden? Er ist jetzt in Navadvīpa. Dort werde ich hin gehen.“ Mit dieser Inspiration im Herzen erreichte Er Navadvīpa Dhāma. Mahāprabhu hatte bereits Seine sankīrtana-Bewegung begonnen und in der Nacht im Traum sah Er, dass jemand mit einem Streitwagen kam, auf dessen Spitze die Fahne einer Palme war, und Er hat gefragt, „Wo ist Nimāi Panditas Haus? Wo ist Nimāi Panditas Haus?“ Jemand hat Ihm dann gesagt: „Hier ist Nimāi Panditas Haus.“

    Mahāprabhu hat Seinen Anhängern offenbart: „Eine große Persönlichkeit ist letzte Nacht nach Navadvīpa Dhāma gekommen. Ihr, (Śrīvāsa und andere) solltet versuchen, diese große Person ausfindig zu machen.“ Die Vaishnavas versuchten ihr bestes, sie suchten in allen Ecken und Winkeln, aber konnten Śrī Nityānanda Prabhu nirgendwo finden. Sie berichteten Mahāprabhu: „Wir haben alles versucht, aber wir konnten keine Spur einer noblen Person, eines Heiligen oder irgendeines großen Mannes entdecken.“

  • Der freie Fluss 
des Absoluten

    Ich muss das Gefühl haben, dass ich mit dieser Welt nicht zufrieden bin – Leben, Tod, Qualen, all diese Dinge, janma-mrityu-jarā-vyādhi.

  • Die wunderbare Natur der Seele

    Das Bhagavatam sagt: muhyanti yat sūrayah. Am Anfang gibt das Bhagavatam diese Warnung, diese Ermahnung an die Gelehrten: „Ihr werdet alle sprachlos sein, wenn ihr versucht, auf diese Ebene zu gelangen.

  • Jenseits des Yogis

    Frage: Warum benutzen die Gauḍiya Vaishnavas für ihren Dienst zu Krishna keine Yogatechniken wie yoga-āsanas, prānayama usw.?

  • Intensives Vertrauen

    Krishna ist die Ekstase in Person und Er fühlt, kostet und genießt sich selbst. Aber nur durch Vertrauen ist es möglich, diese Ekstase und Freude auf andere zu übertragen und zu verbreiten.

  • Das Erwachen aus dem Traum

    अविस्मृतिः कृष्णपदारविन्दयोः
क्षिणोत्यभद्राणि च शं तनोति ।

    सत्त्वस्य शुद्धिं परमात्मभक्तिं
ज्ञानं च विज्ञानविरागयुक्तम् ॥

  • Über jedem Gesetz

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Alles ist dem Genuss des Herrn bestimmt. Wenn wir dieses Prinzip des Lebens verstehen können, dann ist es unsere Pflicht, nur das zu nehmen, was Er bereits genossen hat.

  • Die übermentale Ebene

    Frage: Was sollte die Haltung sein, während wir bhajan oder kīrtana ausführen?
    Srila Sridhara Maharaja: Meditation von formeller Natur hat hierbei keine große Wirkung.

  • Der Herr der Liebe

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Bhagavan bedeutet bhajanīya-guna-viśishtha: Er besteht aus solcher Substanz. Dass wenn wir mit Ihm in Berührung kommen, wir uns Ihm ergeben, Ihn verehren und unser Interesse mit Seinem eins werden lassen wollen. Wir möchten springen und uns zu Seinen Füßen werfen. Wir werden denken: „Wonach ich gesucht habe, der Herr meines Herzens, ich hab Ihn hier! Ich möchte nichts anderes mehr.“

  • Wahre Bildung

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Wie ist es möglich, dass jemand fähig ist, die universale Welle zu empfangen, wenn sein Geist völlig in alle Arten lokaler Interessen vertieft ist? Nur jemand, der alle Arten von lokalen Interessen aufgegeben hat und begierig ist, die universale Welle zu verstehen, kann die Dinge klar sehen. Arthesv abhijñah svarāt (SB 1.1.1): Was ist der Zweck von Bewegung in dieser Welt? Die Antwort ist klar: für Sich Selbst. Die Wirklichkeit ist für Sich Selbst, nicht um viele zufrieden zu stelle, sondern Einen.

  • Eine Marionette in den Händen des Unendlichen

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Fehlerfinden ist keine sehr gute Eigenschaft. Wir sollten die guten Eigenschaften sehen, das Gute im Universum. Und wir sollten predigen, dass das höchste Gute im Krishna-Bewusstsein zu finden ist. Eine positive Sache muss uns völlig in ihren Bann ziehen. Es ist nicht unsere Position andere zu beschuldigen, sondern das Gute herab zureichen. Das sollte unser oberstes Ziel im Leben sein. Wenn du versuchst, in jedem Fehler zu finden, wenn du aufgrund deines eigenen Interesses andere kritisierst, dann werden genau diese Fehler zu dir kommen – besonders dann, wenn das in der Gesellschaft von Vaishnavas stattfindet. Wenn du dich mit dem Gift im Körper eines anderen verbindest, dann wird das Gift in dich eindringen.

  • Bin ich dieser Körper?

    Srila BR Sridhara Gosvami

    Ich bin nicht dieser physische Körper. Meine eigene physische Identifikation sollte hinterfragt werden, wenn ich mich zu sehr an die physische Schülernachfolge festklammere. Wer bin ich? Bin ich dieser physische Körper? Wenn ich spirituell bin, dann sollte ich auf der spirituellen Ebene meine spirituellen Augen benutzen und jedem nachfolgen, der tatsächlich Mahaprabhus Pfad folgt.

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam