Lecture of the day

Om Visnupada 108 Sri Srimad Bhakti Vaibhava Puri Gosvami Maharaja

nāyam ātmā pravacanena labhyo
na medhayā na bahunā śrutena
yam evaisa vrnute tena labhyas

tasyaisa ātmā vivrnute tanūm svām

Der Höchste Herr kann weder durch wissenschaftliche Erklärungen noch durch große Intelligenz oder gar durch viel Hören erlangt werden. Nur jemand, den Er auserwählt, kann Ihn erlangen. Solch einer Person offenbart Er Sich. (Mundaka Upanisad 3.2.3)

Der ātmā, die Seele kann nicht durch Diskutieren verstanden werden, da sie unbegrenzt ist. Eine Person sagt „ja“ und eine andere „nein“. Es gibt immer Widerspruch, Streit und Konflikt und diese Dinge haben kein Ende. Tarko ’pratisthah – Logik kennt kein Ende. Durch Logik sind wir nicht in der Lage, Paramātmā, die Überseele zu verstehen. Na medhayā, wir können Ihn auch nicht durch intellektuelle Anstrengungen wie Grammatik oder Studien der östlichen oder westlichen Philosophien verstehen. Nein.
Wer ist dann fähig, Ihn zu verstehen? Jemand, der sich ergibt. Jemand, der spürt, dass sein eigenes Wissen, sein Geist, mentale Anstrengungen, empirisches Wissen und aufsteigende Handlungen es ihm nicht erlauben, das zu verstehen. Jemand, der versteht, „Ich kann Ihn nur durch Seine Segnungen verstehen.“
Es gibt zwei Pfade: den aufsteigenden und den absteigenden Pfad – aroha vada und avaroha vada.
Angenommen, du bist unglücklicherweise in ein Brunnenloch gefallen. Wie kannst du wieder heraus kommen? Du wirst Hilfe von draußen benötigen. Jemand muss dir ein Seil oder eine Leiter geben und dir helfen, heraus zu kommen. Ohne die Hilfe von außen kannst du nicht heraus kommen. Kraft deiner eigenen Anstrengungen kannst du nicht heraus kommen. Alleine wirst du vielleicht bis zu einem bestimmten Punkt gelangen, aber dann wirst du wieder hinunter fallen. Wenn es aber Hilfe von außen gibt, dann wirst du sicherlich gerettet werden. Zwei Dinge sind notwendig: die Hilfe von außen und deine Annahme der Hilfe. Empfange und akzeptiere sie. Du musst diese Hilfe, diese Wahrheit, annehmen, so wie sie in unseren offenbarten Schriften erklärt wird.

 

tad viddhi pranipātena paripraśnena sevayā 

upadeksyanti te jñānam jñāninas tattva-darśinah

Versuche die Wahrheit zu erfahren, indem du dich an einen spirituellen Meister wendest. Stelle ihm in ergebener Haltung Fragen und bringe ihm Dienst dar. Die selbstverwirklichte Seele kann dir Wissen übermitteln, weil sie die Wahrheit gesehen hat. (Bhagavad-gītā 4.34)
Du musst dich deinem spirituellem Meister ergeben. Dann musst du deine Zweifel beseitigen, indem du Fragen stellst – aber nur um des Dienstes, nicht des Argumentierens Willen. Wenn du dem Guru dienst, ihn zufrieden stellst, dann kann er dir helfen und alle Fragen beantworten. Wenn du dich dem Guru nicht in dieser unterwürfigen Haltung näherst, kannst du keinen Nutzen daraus ziehen. Du wirst hören, aber nicht verstehen. Du wirst es aufnehmen, aber nicht befolgen. Yasya prasādād bhagavat prasādo, durch die Segnungen des spirituellen Meisters kannst du die Dinge verstehen und befolgen. Wenn wir uns der Person ergeben, die tattva, die Wahrheit, vollkommen verstanden hat, dann wird sie uns erklären, wie wir zu praktizieren haben, wie wir unsere Zweifel ausräumen und wie wir Fortschritt auf diesem Pfad machen können, mahājano yena gatah sa panthāh. Er wird dir sagen: „Das ist nicht meine Entdeckung, das ist der Pfad, dem meine Vorfahren gefolgt sind. Wenn du auch diesem Pfad folgst, wirst du glückselig werden.“

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam