Das transzendentale Juwel
 
 
 
 

Lecture of the day

Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaja

Wir bewegen uns in dieser Welt:

पुनरपि जननं पुनरपि मरणं पुनरपि जननी जथरे शयनम् ।

इह संसारे बहु दुस्तारे क्रिपया अपरे पाहि मुरारे ॥

punar api jananam punar api maranam

punar api jananī jathare śayanam

iha samsāre bahu dustāre
kripayā apāre pāhi murāre

Oh Murāri, ich bin gezwungen immer wieder geboren zu werden und immer wieder zu sterben. Auf diese Weise bin ich in den Schoß unzähliger Mütter eingegangen. Bitte richte Deinen barmherzigen Blick auf mich und befreie mich aus dem Ozean der Unwissenheit. — Śankarācārya 

Wo können wir wirklich genießen? Wir jagen dem Genuss hinterher. Aber die illusionierende Energie blendet uns. In Wahrheit suchen wir nach Glück. Wir möchten Glück durch unsere Sinne erfahren. Wir möchten sehen und glücklich sein, wir möchten hören und glücklich sein, wir möchten schmecken und glücklich sein und wir möchten Freude genießen und jene Freude erfahren, aufgrund derer wir seit so vielen Jahrzehnten, Jahrhunderten, so vielen Millionen von Geburten unterwegs sind. Warum nehmen wir Geburt und warum sterben wir? Nur um zu genießen. Aber wir haben es nicht geschafft, Zufriedenheit und Genuss zu erlangen. Unzufrieden verlieren wir diesen Körper, gehen in einen anderen Körper ein und genießen dort, aber wir erlangen keine Zufriedenheit. Auf diese Weise haben wir Hunderte, Tausende, Millionen von Geburten hinter uns. Aber niemals haben wir tatsächlich Glück und Frieden erfahren. Sind wir ohne Wünsche?

 

Jeder hat Wünsche. Diese Wünsche sind ohne Ende. Wenn einer geht, kommt ein anderer. Wir sind niemals zufrieden. Was immer wir besitzen, wir sind nicht zufrieden damit. Um unsere Situation zu verbessern, arbeiten wir schwer, wir mühen uns ab. Wir reisen mit dem Zug, wir reisen mit dem Flugzeug. Zu unserer Freude reisen wir mit schnellen Fahrzeugen. Und wozu? Nur um uns selbst zufrieden zu stellen. Das ist unser Wunsch. Und es gibt so viele Wünsche. Keine Erfüllung irgendeines materiellen Wunsches kann uns wahres Glück geben. Das wissen wir nicht. Wir jagen nur zeitweiligem Glück hinterher. Das ist nur illusionär, es ist kein wirkliches Glück. Und für dieses illusionäre Glück verschwenden wir unser wertvolles Leben. Wenn wir Glück haben, bekommen wir die Gelegenheit, Gemeinschaft mit einem verwirklichten Vaishnava oder sādhu zu nehmen.

 

ममोत्तमश्लोकजनेषु सख्यं

संसारचक्रे भ्रमतः स्वकर्मभिः
।
त्वन्माययात्मात्मजदारगेहेष्व्

आसक्तचित्तस्य न नाथ भूयात् ॥

mamottamaśloka-janeshu sakhyam

samsāra-cakre bhramatahsva-karmabhih

tvan-māyayātmātmaja-dāra-geheshv

āsakta-cittasya na nātha bhūyāt
— SB 6.11.27

Oh mein Herr, mein Meister. Als Ergebnis meiner fruchtbringenden Handlungen wandere ich durch diese materielle Schöpfung. Deswegen suche ich einfach Freundschaft in der Gemeinschaft Deiner rechtschaffenen und erleuchteten Verehrer. Meine Anhaftung an meinen Körper, meine Frau, meine Kinder und mein Zuhause bleibt kraft Deiner äußeren Energie bestehen, aber ich möchte nicht mehr länger an sie angehaftet sein. Möge mein Geist, mein Bewusstsein und alles was ich habe nur an Dich angehaftet sein.

न नाकपृष्ठं न च पारमेष्ठ्यं
न सार्वभौमं न रसाधिपत्यम् ।

न योगसिद्धिरपुनर्भवं वा
समञ्जस त्वा विरहय्य कङ्क्षे ॥
na nāka-prishtham na ca pārameshthyam
na sārva-bhaumam na rasādhipatyam
n
a yoga-siddhīr apunar-bhavam vā

samañjasa tvā virahayya kānkshe
— SB 6.11.25

„Oh Herr, weder strebe ich nach dem Thron Indras noch Brahmas. Ich möchte nicht der Herrscher der gesamten Welt sein. Sogar wenn es mir angeboten wird, werde ich es nicht annehmen. Und ich möchte auch keine der mystischen Vollkommenheiten.“
„Was möchtest du dann?“
„Ich begehre nicht einmal Freiheit von Geburt und Tod.“
„Was möchtest du?“
„Ich möchte Dich, mein Herr.“ Du bist mein Reichtum. Wenn Du mich segnest, dann werde ich glücklich sein. Meine Freude ist es, Dich zu sehen, zu Dir zu sprechen und Deinen Dienst auszuführen. Wenn Du erfreut bist, dann werde ich wirklich jenes Glück genießen, wegen dem ich von einem Leben zum nächsten gewandert bin. Ich bin von einem Leben zum nächsten gewandert und konnte doch keine Zufriedenheit erlangen. Niemals konnte ich vollkommen zufrieden sein. Aber jetzt, wenn ich Dich sehen kann, mein Herr, wenn ich Dir nahe bin, durch Deine Gnade und indem Du Deinen barmherzigen Blick auf diese Seele gerichtet hast, wird mein Herz kühl. So wie nach einem harten Tag in der Nacht, wenn man das Mondlicht sehen kann, das Herz Kühle erfährt.
Ebenso leiden wir hier in dieser Welt. Ständiges Leid, Leid, Leid. Niemand kann behaupten, er leide nicht. Man leidet zu 1%, 200% oder 1000% – es gibt keine Beschränkung für Leid. Wir vergessen diese Leid nur, wenn gute Reaktion zu uns kommen und wir für eine Sekunde Glück verspüren. Aber wir werden gezwungen, wieder unzufrieden zu sein. Wahre Zufriedenheit, wahres Glück kommt nur durch die Gemeinschaft mit sādhus zu uns. Sādhus, echte Heilige, möchten nichts in dieser Welt. Sie haben kein Interesse an Luxus. Sie reisen niemals in dieser Welt, um Freude und Genuss zu erfahren. Nein. Was möchten sie? Sie möchten nur eine Verbindung mit der höchsten Energie, dem höchsten Herrn, haben. Jene Wünsche eines aufrichtigen bhaktas können nur durch die Gemeinschaft mit einem sādhu erfüllt werden. Sādhus sind wie ein Stein der Weisen. Wenn man ein Stück Eisen mit diesem Juwel berührt, wird es in Gold umgewandelt.

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam