Lecture of the day


Srila Bhakti Vaibhava Puri Gosvami Maharaja

Frage: Einige Leute sagen, man braucht bloß Prabhupādas [Śrīla A.C. Bhaktivedānta Swāmī] Bücher zu lesen und das ist der Weg, um seine Gemeinschaft zu haben. Aber auf der anderen Seite sagt er in vielen seiner Kommentare, dass die Gemeinschaft mit heiligen Personen wichtig ist. Wie können wir das vollkommen verstehen?
Śrīla BV Purī Gosvāmī: Wenn keine sādhus vorhanden sind, dann gibt es śāstra, die heiligen Schriften und du musst sie lesen. Aber wenn sādhus vorhanden sind, nahe oder fern, dann musst du zu ihnen kommen und mit ihnen sprechen. Die Schriften mögen uns helfen, aber praktisch gesehen sollte man einen praktizierenden sādhu finden, ihn aufsuchen und Anweisungen direkt von ihm empfangen. Die Schriften können dich nicht segnen. Sie mögen unsere Zweifel beseitigen, aber die Segnungen kommen von den sādhus. Du musst zu einem lebenden sādhu kommen. Es gibt keine Alternative. Er muss uns segnen. Aber wenn du zu einem sādhu gehst, der kein echter sādhu ist, dann wird er dich betrügen.

Dann wirst du zu Śrī Krsna beten müssen, dass Er zu dir in der Form eines echten sādhus kommt. Du wirst deine Pflicht ausführen, während du denkst, „Nur wenn Krsna mich segnet, werde ich diese Gemeinschaft bekommen.“ Wir wissen nicht, wie lange wir noch leben, janma-mŗtyu-jarā-duhkair. Wir sollten wissen, dass wir zeitweilig sind, wir wissen nicht, was in einer Stunde passieren wird. Deswegen sollten wir nicht zögern, wir sollten nicht faul sein, einen sādhu zu suchen.
Rāvaņa hat dazu folgendes gesagt: „Einmal hatte ich die Idee, eine Leiter nach svarga-loka, die himmlischen Planeten, zu bauen. Ich hätte es tun können, aber ich habe gewartet.“ Nein! Was immer gut ist, tu es sofort, warte nicht! Krsna wird dir helfen. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann wird Krsna dir zeigen, wie man den richtigen Vorgang versteht, auswählt und ausführt. Er wird die Lösung und die Segnungen geben. Kŗşņa ist immer da. Am Anfang, in der Mitte und am Ende ist Krsna. Ohne Krsna kann nichts getan werden. Das ist das Verständnis eines bhaktas, und das wird Krsna-Bewusstsein genannt. Wir sprechen nicht über das Verständnis eines jñānīs oder yogīs. Wir sprechen über das Verständnis eines bhaktas. Die Errungenschaft eines bhaktas und die eines jñānīs oder yogīs sind voneinander verschieden.
Der bhakta ist immer glücklich, er möchte nicht einmal moksa, Befreiung. „Ich werde niemals leiden. Falls ich noch einmal Geburt nehmen muss, werde ich glücklich sein, als bhakta oder im Haus eines bhaktas geboren zu werden. Ob in menschlicher oder tierischer Form, ich muss in der Nähe eines sādhus sein.“ Sādhu-sanga ist immer notwendig.

 

‚sādhu-sanga‘, ‚sādhu-sanga‘ – sarva śāstre kaya

lava mātra sādhu-sange sarva-siddhi haya

— Śrī Caitanya Caritāmŗta Madhya 22.54

Alle Schriften sagen, „suche die Gemeinschaft von sādhus!“ Welcher sādhus? Eines lebenden sādhus, nicht von sādhus, die diese Welt verlassen haben. Du kannst ihre Lehren durch die Bücher erlangen, aber die Gemeinschaft mit einem lebenden sādhu wird effektiver sein.
Ist ein sādhu gegenwärtig, dann musst du zu ihm kommen. Diskutiere nicht über diesen Punkt. Handle schlicht und praktisch und suche die Gemeinschaft des sādhus. Du solltest mit dem sādhu sprechen, von ihm hören und sein Verhalten beobachten, dann wird dein Herz einen großen Nutzen erlangen. Aber wenn du nur die śāstra oder die Aussagen der sādhus liest, wirst du nicht so viel Nutzen erlangen. Sādhus sind immer gegenwärtig. Man sollte nicht sagen, es gäbe keine sādhus. So lange die Welt besteht, wird es sādhus geben. Nur durch Glück können wir ihnen begegnen. Und wenn wir in Kontakt mit einem sādhu kommen, werden wir jede Segnung erlangen, die wir benötigen.
Wir müssen uns nicht mit anderen vergleichen, wir brauchen nicht nach weltlichen Dingen zu trachten, wir wollen nur Śrī Krsna. Wenn wir große Notwendigkeit verspüren, dann wird Krsna zu uns kommen. Wir müssen diese Notwendigkeit spüren und sofort in die Tat umsetzen. Was immer der sādhu sagt, müssen wir befolgen. Wenn wir weiter bloß die Schriften lesen, werden wir niemals die gleiche Kraft erlangen. Wenn du die Schriften liest, kannst du deine Zweifel beseitigen, aber du kannst sie gründlicher beseitigen, wenn du die Gemeinschaft eines sādhus hast, weil du seine Tätigkeiten beobachten und verstehen kannst. Wenn du aufrichtig bist, wirst du aufrichtige Gemeinschaft erlangen, aber wenn du nicht aufrichtig bist, wirst du gar nichts erlangen. Diese Aufrichtigkeit muss in uns vorhanden sein. Es liegt an uns, denn Krsna wird niemals jemanden betrügen. Er wird Krtajñā genannt. Im Sahasra-nāma-stotram wird Er als Krtajñā bezeichnet, weil er alle meine Aktivitäten wahrnimmt. Wenn ich an Ihn denke und nach Ihm weine, dann wird Er mir helfen.

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam