Lecture of the day

Bhakti-Yoga ist die Funktion der spirituellen Seele. Als solches ist diese Art von Yoga so „alt“ wie die unsterbliche, ewige Seele. Am Anfang der Schöpfung gab der Herr transzendentales Wissen an das erste erschaffene Lebewesen Brahmā. Dieses Wissen wurde in einer Kette aus Schülern und Meistern bis heute weiter überliefert. Wenn immer dieses Wissen verloren geht erscheint der Herr selbst oder sendet Seinen ermächtigte Vertreter, um das Wissen über dharma (Religion) wieder herzustellen. (—> BG 4.7–8).
Der Ursprung der Gauďiyā Vaişņava-Tradition ist der kali-yuga-avatāra  (die Inkarnation des Höchsten Herrn im Gegenwärtigen Zeitalter), Śrī Kŗşņa Caitanya Mahāprabhu, der 1486 AD in Nava­dvipa, West Bengalen erschienen ist. Um der Menschheit ein Beispiel zu setzen nahm selbst der Höchste Herr einen spirituellen Meister an: Śrī Īśvara Purī, ein Guru der Brahmā-Mādhva-Sampradāya. Aufgrund dieser Kombination ist unsere Schülernachfolge als Brahmā-Mādhva-Gauďiyā-Sampra­dāya bekannt. Śrīman Mahāprabhu hat schon vor gut 500 Jahren vorausgesagt, dass das Chanten der heiligen Namen auf dem ganzen Planeten zu hören sein wird.
Śrīla Bhaktivinoda Ţhākura hat am Beginn des 20. Jhdt. begonnen, diese Prophezeiung in die Tat umzusetzen, indem er die ersten Bücher in englischer Sprache an Bibliotheken und Universitäten im Westen verschickte. Sein Sohn und Schüler Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī hat dann 1935 die ersten Prediger in den Westen gesandt. Unter der Leitung von Śrīla Bhakti Hŗdaya Bon Mahārāja bereisten sie England, Deutschland und auch Österreich. Śrīla Bon Mahārāja gab 1935 in der Urania und auf der Universität für Völkerkunde Vorträge über Mahāprabhus Lehre.
Wirklich bekannt wurde Mahāprabhus Lehre aber erst 1966 durch A.C. Bhaktivedānta Swāmī, einem Schüler Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatīs. Von 1966 bis 1977 reiste er fast ununterbrochen mehrmals um die ganze Welt, um die verlorengegangene bzw. außerhalb Indiens unbekannte Bhakti-Yoga-Tradition zu lehren. Er weihte Tausende Schüler aus allen Kontinenten in das Chanten der Heligen Namen ein. Seine Bewegund, die „International Society for Krishna Consciousness (ISKCON)“ wurde auf der ganzen Welt als die Hare-Krishna-Bewegung bekannt. Seit seinem Verscheiden 1977 führen seine Schüler die Mission fort. Seit den 90er Jahren kommen auch Vertreter anderer Missionen in den Westen, sodass sich mittlerweile einige  Gauďiyā-Vaişņava-Missionen etabliert haben.
Da die uralte Lehre der Veden, wie sie von Mahāprabhu und Seinen Nachfolgern befolgt und gepredigt wird erst 1966 im Westen bekannt wurde, wird sie oft für eine neue Religion gehalten. Tatsächlich ist sie aber die älteste Religion der Welt, und die Schriften wie z.B. Ŗg-Veda gelten sogar unter Wissenschaftlern als die ältesten Schriften der Menschheit.

 Regelmäßige Tempelprogramme 

 

Sonntagsfest

 

17.00: Sankirtan
18.00: Vortrag
19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama
19.30: Prasadam
 

Morgenprogramm (täglich)

 

5.00: Mangala Arati
5.15: Tulasi Parikrama
5.30: Sankirtan anschl. Japa
7.45: Sringara Arati, anschl. Sankirtan
8.25: Lesung aus dem Srimad Bhagavatam
9.15: Guru Puja, anschl. Bhoga Arati
9.30: Prasadam
 

Abendprogramm (täglich außer Sonntag)

 

19.00: Sandhya Arati
19.15: Tulasi Parikrama, anschl. Sankirtan
19.45: Vortrag, anschl. Prasadam